Zuwanderer – Eine Soziale Skulptur 2016

  Symposium “Wandel 2.0” Odonien/Köln Ehrenfeld
„Zuwanderer“, was eigentlich genau macht er, wenn er zu uns kommt? Ich habe es visualisiert. – Ich kam als Zuwanderer! – Aber ich war nicht irgendein Zuwanderer, ich hatte einen festen Willen, ich wollte es mir und den nachkommenden „hübsch machen und beste Bedingungen für das Weiterleben schaffen!

Thematisch beschäftigte ich mich während des Symposium mit dem Thema Zuwanderung, in dem ich mit Ankunft auf dem Gelände in die Rolle eines Zuwanderes schlüpfte.
Für diese Rolle erhielt ich ein Stück braches Land direkt neben den starkfrequentierten Gleisen des städtischen Güter- und Personenzügen, das am nördlichen Zipfel des Gelände von Odonien lag. Das Areal war von beiden Seiten mit Hagebutte, Grüner Hecken-Berberitze, Feuerdorn und anderen wiederspenstigen Sträuchern bewachsen. Der Boden bestand aus aufgeschütteten Kriegsschutt, Erde und Wiesenpflanzen.

In meinem Gepäck führte ich nur leichtes Gepäck mit mir. Um dass mir zur Probe überlassende Land im Kölner „Odonien“ urban machen zu können, war ich auf Leihgaben und Geschenke der hiesigen Bevölkerung angewiesen. Bezüglich der Leihgabe von Arbeitsgeräten waren die Anrainer meiner Sache zugänglich und verliehen es unbefristet. Meine eigenen Mittel beschränkten sich auf die Arbeitskraft, ein kleines Frühstück, eine warme Mahlzeit am Abend, vorzugsweise beim Thai sowie ein Getränk. Tagsüber trank ich stilles Wasser.
Vor Ort legte ich Beete an. Richtete mir ein Schlaflager und sogar mit Hilfe zweier Sympathisanten eine Feuerstelle ein.
Zudem entnahm ich so früh als möglich einige Bodenproben.
Ich arbeitete Tags, ruhte Nachts.

In den Arbeits- und Gesprächspausen schrieb ich auf geschenkten Kassenzettelrollen, was nicht gesagt, aber gedacht wurde von mir.
In Folge veranstalte ich im Rahmen der Präsentation der Installation und des Projekts „Zuwanderer“ Lesungen von diesen Papierrollen sowie anderer Reisen.

Siehe auch https://vimeo.com/203327835