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19.05.2019 Demo: Unite & Shine. Wie sind viele jede*r einzelne von uns
Kulturinstitutionen, Künstler*innen und Privatpersonen haben zu einer bundesweiten Demonstration aufgerufen unter dem Motto: “Für ein Europa der Vielen – Solidarität statt Privilegien. Die Kunst bleibt frei!”,  12h ging´s von der Volksbühne los. Beachtlich viele Teilnehmer hatten Erste Hilfe Folien mit sich geführt. Ich hatte mir meine Arbeitsklamotten übergeworfen, womit ich sicherlich das schmuddeligste Outfit der Demonstration trug.
Die BZ wird unter dem Titel “Wer macht nach der Demo all das Gold weg?” in ihrem Abendreport besonders die Demonstranten als große Umweltsünder deklarieren, da die Teilnehmer die bösen Folien im Tiergarten und so verteilt haben, die nun die BSR beseitigen müsse. Zum Hintergrund der Demo verrät sie nichts. Ist das “Politik gemacht?”.
Ich habe Flugblätter verteilt und wurde, obwohl ich noch nicht am Ende mit meiner Verteilung war, von ein paar Polizeibeamten darauf aufmerksam gemacht, dass ich das nicht dürfe, weil dem Flugblatt das Impressum fehlte. Dabei stand groß und fett “AKKU-BERLIN.ORG” drauf, womit ja die Autorenschaft benannt ist. Aber det war denen net jenuch. Würde ich mich nach der ersten Ermahnung nicht daran halten, würden sie mir die Flugblätter wegnehmen und ich müsse mit einer Ordnungsstrafe rechnen. Fortan fühlte ich mich unter Beobachtung. Was ich im Einzelnen danach gemacht habe, behalte ich für mich wegen der unsichtbaren Algorithmen.



17.05.2019 Arbeitstreffen mit Maud
Treffen heute in meinem Atelier. Kommen gut voran. Zum Ende hin, fotografieren wir unsere Ergebnisse und kommen ins “Spielen”. Daraus schließt sich eine sehr lustige Episode an, die ich hier wegen der Persönlichkeitsrechte nicht abbilden darf. Daher nur so viel, wir hielten uns die “Bäuche” vor Lachen und verabredeten uns, diese lustige Episode einmal in einem öffentlichen Raum darstellen zu wollen.


16.05.2019 Maifest im VBK
Feierte das 178. Jubiläum des VBKs. Es gab ein üppiges Künstlerbuffet, dazu Wein und Bier. Weil es regnete, zog sich die Gemeinschaft samt Bierbänke und Tische in seine Galerieräume zurück. Bei Regen zeigt sich die Gemeinschaft grundsätzlich gelassen. Da müsste schon was ins Haus einschlagen, als das das Feiern unterlassen würde.
Erstmals und davon wird vielleicht noch lange nach uns gesprochen werden, gab es kein Spanferkel. Eine Arbeitsgruppe, die mit dem Maifest bissel befasst war, hatte sich dagegen ausgesprochen an der Tötng von “Kindern im Alter von 6 Wochen” ungewünscht beteiligt zu werden. Alternativ kam von der Mutter oder dem Vater des Spanferkelkindes das Fleisch als Bratwurst auf den Tisch.
Mein persönlicher Erfolg für den Abend, rechtzeitig die Kurve gekratzt zu haben, ehe ich total versacke und mich in verqueren Künstlergesprächen erst am Morgen auf der Straße nach Hause wieder finde.

15.05.2019 Atelier

14.05.2019 Daheim bei Helga
Heute mit Helga Wagner schwer gearbeitet an einem Layout für ein Portfolio. Nach getaner Arbeit gab es einen Grappa aus hauchdünnen Gläsern ihrer Oma. Rolf, Helga´s Ehemann gesellte sich zu uns und wir kamen über die Faszination von Spiegelungen im Wasser ins schwärmen.

13.05.2019 Treffen der AKKU Gruppe und Besuch in der Humbolt Universität
In den Räumen des Kulturwerks des bbk. e.V. fand ein Treffen statt in Vorbereitung einer geheimen Mission, die für den XX.XX.XXXX geplant ist. Ich kann hier natürlich nichts verraten, ist ja geheim. Im Anschluss ging´s noch zum Abgeordnetenhaus, eine Aktion der Koalition der freien Szene unterstützen. Da war ich aber nicht mehr dabei. Aus sicheren Quellen weiß ich, dass die Polizei Personalien von einigen aufgenommen hat und die Teilnehmer der “Koalition der freien Szene” und ihre Unterstützer der AKKU BERLIN.ORG – Gruppe wurden verscheucht.

Irrtümlich bin ich in einen Vortrag über Dachverbände im Schulwesen reingeraten und saß mit lauter “Paukern” im Senatssaal der Humboldt Universität zur Hauptabendbrotzeit. Ich war einen ganzen Monat zu früh. So ist das eben mit Fehlerteufeln, sie erwischen einen grade wohl und überall.

9.05.2019 Arbeitstreffen mit Maud Tutsche
Mit Maud heute getroffen zum Arbeiten. Meist haben wir aber vor allem über das Leben gequatscht, die leckeren Speisen gegessen, die sie für uns aufgetrug nebst dem Malzkaffee und Bier zum runterspülen.
Wegen der beschriebenen Ablenkung fand sich dann nur noch Zeit für eine Sequenz des Freien Schreibens, eine Methode, die ich jeden Morgen bei meinen Morgenseiten anwende. Dieses Schreiben erwies sich aber auch hier als nützlich, sie führte zu neuen Gedanken.
Für mich ein bedrückender Eindruck seit dem ich darüber nachdenke, dass der Begriff FRIEDEN im Alltag der Gegenwart augenscheinlich nicht vorkommt. Nur eben wie es Karheinz Koppe beschrieb, in der Abwesenheit von Krieg.

Heimarbeitsplatz, im Vordergrund meine Notizen während des Besuchs bei Maud

8.05.2019 Filmmittag
Im b-ware! Ladenkino, Friedrichshain, mit Maud den Dokumentarfilm “Of Fathers and Sons-Kinder des Kalifats”, in der Regie von Talal Dierke gesehen.
Der Film ist verstörend gut. Das Allah der Größte ist und Vater Abu Osama an ihn glaubt, ist eine Sache. Auch ist verständlich, dass er ein rigides Erziehungsmodell verfolgt und seine Söhne bereitwillig für den Kampf gegen Feinde, die seine Feinde sind, opfert, wenn es Not tut. Was ich nicht in meinen Kopf bekomme, das sind die ja auch anwesenden zärtlichen Momente, die er besonders seinem jüngsten Sohn gegenüber offen zeigt. Dierke hat mit seinem Film mehr als nur ein Dokument geschaffen. Chapeau!



6.05.2019 Deutsches Theater
Besuchte mit Marion heute die Aufführung “Die Umsiedlerin” von Heiner Müller, in der Regie von Tom Kühnel und Jürgen Kuttner. Müller hat mit dem Stück die Kollektivierung in der DDR bearbeitet.
Zum Stück: Mit Kriegsende war die Umsiedlerin vertrieben wurden und so begab sie sich auf die Suche nach einer neuen Bleibe – von Osten nach weniger Osten, in die kleine DDR. – Wo sie dem Anarchisten Fondrak in die Arme lief und fasst sogleich ein Kind unter der Brust zu tragen bekam. Also blieb sie dort, wo sie war, wegen dem Kind. Wo ist das wo sie blieb, es ist auf dem Land. Auf diesem Land ist längst die Enteignung von Großbauern, die mehr als 100 Hektar Land besitzen, in vollem Gange. – Was zuviel ist bekommt der Neubauer oder die Umgesiedelten wie die Umsiedlerin im Theaterstück.  5 Hektar sind für jeden drin.
Die meisten Menschen auf dem Land und im Stück haben noch die alte Ordnung im Kopf und nichts richtig im Magen. Vor allem wissen sie nicht, wie sie ihr vom Staat zugewiesenes Land bestellen sollen, ohne Pferd für den Pflug. Und der, der noch ein Pferd hat, will es nicht teilen und sticht es tod, dann sich. Da hilft der Bürgermeister gern, der noch vor kurzem Melker war, und verspricht ihnen Traktoren. Das dauert aber, ehe die wirklich ankommen, gefühlt ewiglich. Als sie dann aus der Sowjetunion da sind – es sind drei an der Zahl – geht das Gerangel los, warum nur sind es nur drei und nicht für jeden einen? Man einigt sich auf eine Verlosung. Es ist klar, dass die meisten Bauern leer ausgehen. Jedoch – was dem einen nicht zum Glück, weiß der andere für sich zu nutzen für seinen eigenen Profit. Das neue Denken, die Aussicht auf den Kommunismus, hat noch bei den wenigsten begonnen. Aber es gibt sie sehr wohl auch in diesem Stück, in der Rolle des FDJlers Beispielsweise, der es aber nicht leicht hat, denn seine Freundin Schmulka tut es ihm nicht gleich. Und was ist mit Flint, dem Vorzeigekommunisten und Parteisekretär, der schon gegen die Nazis kämpfte und in Haft war. So einer darf nicht fehlen, denn es gab sie ja wirklich, diese Helden und man darf sich wundern, wieso der Melker Bürgermeister ist und nicht er? Und so weiter.
Heiner Müller war ein Freigeist und er hat Tempo gemacht im Stück oder waren es die Regiseure? Ich weiss es nicht. Es geht jedenfalls munter zu im Deutschen Theater und das ohne Pause. So war ich als Zuschauerin voll gefordert. Die Figur des Fondrak war gewiss die offensichtlich wiederwärtigste Figur des Stück und davon gab es einige und sie war grandios  von Frank Büttner gespielt. Ich würde diesen Fondrak jedenfalls nicht in meinem Bekanntenkreis gern wissen. Was macht man denn mit so einem? Da ist man doch froh, wenn der weg geht und nie wieder kommt. Doch darf sich das der Sozilismus wünschen?
Ich werde noch weiter Nachdenken über die Rolle des Fondrak, dem Anarchisten, dem Antichrist, der so gar nichts beitragen will. Auch ein Kapitalismus würde den nicht wollen. Hier steht er nun dem Vorhaben für den Aufbau des Kommunismus gegenüber. Für mich ist das der zentrale Konflikt im Stück und ich weiss nicht, ob er gelöst werden kann. Ich sehe es einfach nicht. –  Deswegen mein Denken. Natürlich gab es auch andere Konflikte. Das Stück war voll davon. Voll und dicht, ganz dicht. Ich werde das Stück denke ich mal lesen und wenn es nicht gleich wieder abgesetzt wird in der nächsten Saison mir noch mal ansehen. Schon allein wegen dem geglücktem Anfang, einem Textband mit geschichtlichen Ereignissen und Visionen und wegen dem tollen Bühnenbild und der Kostüme einiger Akteure, welche einen dicken Bauch hatten und wegen der Sprechchöre und des Müllertextes.

5.05.2019 Frei Szene-Raumkonferenz und Liederabend mit Musik von Wagner, Gleim, Schubert, Rachmaninow, Strauss usw.
Ich war heute in der Heinrich-Böll-Stiftung zur Raumkonferenz der Koaliton der Freien Szene (https://www.koalition-der-freien-szene-berlin.de).
Eingeladen waren Akteure der Kunst- und Kulturszene, die für die Sicherung ihrer Berliner Produktionsstätten kämpfen. Die Konferenz wurde mit ein paar kurzen Redebeiträgen eröffnet. Im Anschluss bildeten sich vier Arbeitsgruppen, welche  Diskussionen zu unterschiedlichen Schlagwörtern führten. Jede dieser Gruppen stellte ihre Ergebnisse im Abschlussplenum allen Konferenzteilnehmern vor. Ich selbst hatte mich der Schlagwortgruppe “Neuentwicklung/Neubau von Kunststandorten” angeschlossen. In meiner Gruppe  wurden Instrumente und Lösungen für eine nachhaltige Sicherung von Produktionsstätten zusammengetragen. Grundsätzlich gab es viel Einigkeit, unterschiedlicher Diskussionsstoff bot das Thema “Erbbaurecht” an. Während die einen darin einen Segen sahen, warnten andere davor, dass die Sicherung der Standorte lediglich aus “geliehener Zeit” bestände.
Am 15.05.2019 trifft man sich wieder. Ich denke, ich bin soweit angefüttert, dass ich auch da anwesend sein möchte.
Im Anschluss bereits zu früher Abendstunde, Punkt sechs Uhr, befand ich mich in der Epiphanienkirche, Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf zu einem Liederabend mit Antje Hagen-Franz (Sopran), Insa Bernds (Klavier) und Jasmin Franz (Erzählerin).
Dort hingekommen bin ich, weil ich einen Spleen für Antje Hagen-Franz habe, welcher seinen Anfang bei einem StartUp Weihnachtschor-Nachmittag fand, zu dem mich Marion mitgenommen hatte. Das war glaube ich bereits 2017.
Die Eingangs drei benannten Protagonisten des Abends hatten unter dem Titel “WERD´ICH ZUM AUGENBLICKE SAGEN: VERWEILE DOCH! DU BIST SO SCHÖN! zu einem etwa einstündiges Programm eingeladen. Vorab kann ich schon sagen, es war deutlich zu kurz. Da gibt es Luft nach oben.
Der Liederabend zum Thema “Zeit”, der von einigen jazzigen Kompositionen unterbrochen wurde, bot Lieder von Richard Wagner, Johann Wilhelm Ludiwg Gleim, Robert Schubert, Sergeij Rachmaninov, Richard Strauss  usw. sowie jüngeren Komponisten wie George David Weiss, um nur einige zu nennen.
Was mich besonders beeindruckte an der musikalischen Darbietung der Sopranistin, war die Fähigkeit ihrer Stimme einen Ausdruck zuvermitteln, wie ich es tatsächlich nur vom Schauspiel kenne. Es war pures Drama darin. Meine Worte scheinen mir hier allerdings ungenügend. Eine andere Eingebung galt dem Eindruck, ich könne sie bei ihren ersten zögerlichen Schritten auf Spitzenschuhen gleich sehen, immer dann, wenn sie in ihrem Vortrage in einem scheinbar unendlich, abklingenden Ton verharren musste. Ich habe es mir für rein private Zwecke erlaubt, eine kleine Videosequenz von “What a Wonderful World” auf meinem Handy zu sichern.
Die Überraschung des Abends für mich war Erzählerin Jasmin Franz, welche die musikalischen Darbietungen mit Liedtextrezitationen und eigenen Beschreibungen zum Liedstoff untermalte. Von Vortrag zu Vortrag zwischen den Gesangsdarbietungen, gewann sie an Aufmerksamkeit vom Publikum bis sie auf Augenhöhe der Sängerin gegenüber stand. Denn sie zeigte natürliches, leichtes und charmantes schauspielerisches Talent, welches mich zuweilen so gar so amüsierte, dass ich einige Male ihrer vorgetragenen Komik verfiel und lachte. Jedenfalls fieberte ich sehr ihren Vorträgen entgegen. Nachträglich erfuhr ich, dass es ihre erste Darbietung dieser Art war und ich mochte es nicht recht glauben.
Der Vortrag von Insa Bernds war leider von dem außerordentlichen Gesang durch Hagen-Franz überlagert und nicht so präsent für mich, mal abgesehen davon, ob ich mit meinem “schmalen Gehör und Musikverständnis” dies überhaupt recht einschätzen könnte. Da ich aber eine Liebhaberin der Klaviermusik und auch als totale Romantikerin der Klaviermusik meinem eigenem Spiegelbild gegenüber gelte, habe ich nachträglich den Wunsch an die Musikerinnen herangetragen, dem Klavier bei ihrem nächsten Liederabend ein Solo zu geben.

4.05.2019 Atelier

Zwei von den drei Bildern (nicht das Blaue), an denen ich heute gearbeitet habe. Oder sollte ich sagen, “gebaut habe”?

1.05.2019 Arbeitsbuch,  1. Mai – Feiertagsimpression



29.04.2019 Arbeitsbuch, Politische Bildung mit Günter Bannas


28.04.2019
Marathontag mit Tutsche, Wischmann/ Bear, Hrdlicka und Kollwitz
Nach dem ich gestern einen bequemen Tag beim Baumblütenfest in Werder verbrachte, war ich bereits heute Punkt zehn mit Marion bei den „Offenen Ateliers“ im Wilhelminenhof 83 – 85, Berlin Oberschöneweide. Die Atelieretage der Karl Hofer Gesellschaft, 4. Etage, kam mir gleich bissel luxuriös daher mit den hohen Decken, den riesigen Fabrikfenstern und das alles fünf Fuß vom Spreeufer entfernt.
Nun zum Anlass: Nicht alle Ateliers waren geöffnet. Freilich galt mein erster Besuch dem Atelier Maud Tutsche´s. Die hatte dann ihr Atelier so gut aufgeräumt und dergleichen ihr „Inventar“ regelrecht verräumt, dass ich es nur durch ihre Werke überhaupt wiedererkannte. Diese nun, mit Sinnlichkeit überschüttet, konnten sich gelassen gegen alles andere dort Gesehene beweisen.  
Interesse weckte zugebener Weise nachträglich die Arbeiten des Fotokünstlers Christian Jankowsi´s sowie die Objekte eines Spaniers, dessen Namen ich leider nicht erfragt habe. Fehler.
Nächster Höhepunkt dieses Tages erlebten Marion und ich im Kant Kino, kaum dass es Schlag zwölf Uhr wurde mit dem Film „Der illegale Film“ von Claus Wischmann und Martin Baer.
Der Anfang war bissel beschwerlich, aber nach dem sich die Filmer mit der eigenen Materie vertraut gemacht hatten ging´s voll zur Sache. Der Dokufilm behandelte Themen wie das RECHT AM BILD (hat es der Abgebildete oder der Fotograf?), DAS URHEBERRECHT bezüglich dem Fotografieren im öffentlichen Raum von Gebäuden am Bsp. des Pariser Eifelturms (am Tag darf man, in der Nacht nicht), die TECHNOLOGIESIERUNG VON KÖRPERERSATZTEILEN wie das Auge als perfektioniertes Organ in Hinblick auf Robotertechnik, die LIEBE ZU SICH SELBST mit der Handlungsstrategie Selfie permanent, der VIRTUAL REALITY Brillen (bisher als „Spielzeug“ vor allem dem Nutzern bekannt), DER KAMERAÜBERWACHUNG am Beispiel China und HOPPLA-DER EIGENE SMART TV MACHT LIVESTREAMS UND DIETER KANN´S IN ECHTZEIT ANSEHEN und, und sicherlich habe ich etwas vergessen.
Ein Film zum Nachdenken und zur kritischen Betrachtung der technischen Entwicklung unserer Zeit. Mir kam auch unweigerlich das Buch „The Circle“ von Dave Eggers in den Sinn, dass sich mit Datensammlung und Datenverwertungssystemen beschäftigt und keine gute Zukunft für uns in Aussicht hält.
Nach einer kurzen Mittagspause besuchten wir noch im Käthe-Kollwitz-Museum die Sonderausstellung „Auf den Barrikaden“ von Alfred Hrdlicka. Neben einigen Skulpturen waren vor allem gestisch betonnte Zeichnungen ausgestellt, die wohl in eiligem Tempo auf´s Papier gebracht  den Mensch im Spannungsbogen von Gewalt und Sexualität abbildeten. Seine Skulpturen habe ich dagegen formal ganz anders wahrgenommen. Mag sein, es ist dem Material geschuldet, schnell, schnell ging für ihn dabei nicht. Die Bronze „Marat“ von 1989 ist mir besonders aufgefallen. Aber was gibt es zu sagen, die wenigen gezeigten Arbeiten gemessen an seinem Gesamtwerk, ich getraue mich nicht. Hrdlicka ist eine späte Entdeckung, also erst jetzt, heute für mich.
(Anmerkung am Rande: Ich bin immer wieder erstaunt, dass sich Künstler vor meiner Bekanntschaft so lange verbergen können. Aber es ist real.)
Zu guter Letzt haben wir noch die über zwei Etagen erstreckende Dauerausstellung Käthe Kollwitz angesehen. Was gibt es zusagen, es reduziert sich auf ein Gefühl von Liebe, dass ich in größter Anerkennung für ihr Werk empfinde. Ich meine, es war immer so.
Unbedingt ansehen!

24.04.2019 Audioguide Kunstprojekt, Frauengefängnis, Barnimstraße, in der Berliner Königsstadt
Im Rahmen der Reihe „Denkmale und Denkzeichen in Berlin“ unter der Leitung von Dr. Hiltrud Ebert (Kunsthistorikerin) war ich mit dem Pankower Kunstverein auf den Spuren des Frauengefängnisses, Barnimstrasse, in der Berliner Königsstadt.
Die Haftanstalt, 1864 erbaut, hatte 5 verschiedenen „Herrschern“ gedient. Im Zuge des Wohnungsbaubegehrens der DDR wurde die Anstalt 1974 abgerissen. Die Trümmer des Gefängnisses sollen auf den Hügeln des Friedrichshainer Stadtparks liegen. In den nächsten Jahren bis in die 90 Jahre  hinein waren dort Gedenkstätte oder Gedenktafeln ansässig, die z.T. mutmaßlich zerstört wurden.
2007 wurde ein Kunstwettbewerb ausgeschrieben, den Christoph Meyer mit dem „Audioweg durch ein Gefängnis für Frauen und 5 politische Systeme“ gewann.
Dr. Hiltrud Ebert beschrieb die konzeptionelle Idee von Meyer und stellte die Umsetzung zur Diskussion. Zur besseren Beurteilung erhielten alle Anwesenden der Veranstaltung die Möglichkeit Fragmente des Audioguide-Inhalts von Meyers Projektion zu zuhören. Mir schien es bald zu anstrengend, was ich der Choreographie und seiner Inhalte anlastete, weniger der Schwere, dass ich Inhalte-die Stimmen nicht einer konkreten Person zuordnen konnte.
Dr. H. Ebert, der die gesamte Audioversion bekannt war, machte darauf aufmerksam, dass die „Zeitzeugen“ nicht paritätisch gegenüber gestellt wurden, sondern das auffällig viel Zeit für die Inhaftierten der DDR Zeit verwandt wurde.
Sie sensibilisierte uns auch dafür, der Frage nachzugehen, welche Erfordernisse es braucht, damit für den gesellschaftlichen Gebrauch ein Denkmal beauftragt wird, vor allem wenn die visuelle Wirklichkeit nicht mehr vorhanden ist? Auf dem Gelände des Gefängnisses befindet sich heute ein Jugendverkehrsgarten. Betonierte Zitate auf dem Boden von Inhaftierten weisen auf das ehemalige Gefängnis hin.
Fazit, ich finde Meyers Projekt interessant, aber die Umsetzung teile ich nicht. Mit Dr. H. Ebert allerdings gemeinsam war die Besichtigung ein Gewinn.

Jugendverkehrsgarten in der Barminstraße

23.04.2019 Hannelore Elsner
Die heutige Tagespresse ist beladen mit der Todesnachricht: Deutsche Schauspielerin Hannelore Elsner ist im Alter von 76 Jahren am Ostersonntag nach kurzer schwerer Krankheit friedlich in einem Münchner Krankenhaus eingeschlafen.
Der Familienanwalt Matthias Prinz bittet von weiteren Anfragen Abstand zu nehmen.
Für die Historiker halte ich fest:
Unsere ARD strahlt ungeachtet ihrer Todesnachricht wie geplant 20:15 Uhr das DFB Halbfinalpokalspiel und unser ZDF den Rosamunde Pilcher Film “Rundum glücklich” aus.
Ich finde beim BR eine Dokumentation über die Schauspielerin sowie Elsner als Tatortkommissarin und nachfolgend, Elsner in “Die Kommissarin”, aber das sind nicht die Rollen, in denen ich sie mochte.
Mein Kopf arbeitet und zu später Stunde finde ich den Film, der mich einst für sie abgeholt hatte wieder. Er lautet “Mein letzter Film”, 2002, Regie Oliver Hirschbiegel.
Die Schauspielerin brilliert hier in einem 90 minütigen Dialog in der Rolle einer Schauspielerin alias Maria. Diese Maria verabschiedet sich von ihrem wirklich letzten Film, der Wohnung in der sie mit ihrem Regisseur bis eben noch gelebt hatte und irgendwie auch von ihrem Leben. 
Es ist eine unglaublich kraftvolle, fesselnde Figur, die Elsner da in Szene setzt. Ihr schauspielerisches Können erfährt hierbei vollste Erfüllung.
Tip: Der Film ist in der städtischen Bibliothek erhältlich.

19.04.2019 Karfreitag
So wie ich Weihnachten nach schönster Dekoration giere, lasse ich Ostern natürlich auch nicht einfach an mir vorbeigehen.
Heute bei M. zum Ostereierbemalen eingeladen gewesen.
Um das Eierausblasen konnte ich mich erfolgreich drücken. Beim späteren Eierkuchen essen zögerte ich dagegen nicht.
Beim Malen der Eier war Anstrengung anwesend, denn am Tisch saß unter anderem die Künstlerin Maud Tutsche, die mit sichtbarer Konzentration der Sache nachging. Insgesamt gab es gute Ausbeute. Der Osterstrauß hat für jeden Anwesenden neue bemalte Eier hervorgebracht.


17.04.2019 Atelier

Mutter mit Kind
Vielleicht einer von Fridays for Future

14.04.2019 „Macht und Widerstand“ von  Ilija Trojanow im DT
Die Protagonisten des Stücks befinden sich in Bulgarien nach dem Ende des II. Weltkriegs bis hin zur Gegenwart.
Ein Anarchist, namens Konstantin sitzt in Haft, er hatte Stalin zum Explodieren gebracht. Eigentlich zum Tode verurteilt, wurde rechtzeitig vor der Vollstreckung seines Todesurteils – Stalin vollumfänglich vom bulgarischen Staat ausgelöscht.
Konstantin entgeht nun folgende, wahre Szene: Er kommt nicht zu sitzen in seiner Zelle, sieht nicht vor ihm ein Stativ mit Kamera, weiß nichts von dem – der hinter ihm mit Pistole geduckt auf ein Zeichen wartet, hört nicht „Bitte Lächeln! , sieht nicht den Kamerablitz, hört nicht den Schall der Waffe auslösen, fällt nicht vom Stuhl nach vorne auf den Boden und fühlt nicht wie er weggebracht wird und er sieht auch nicht, welcher Mann sein Blut dann vom Boden aufwischt.
Konstantin hat diese Szene nicht erlebt, im Theater erzählt er aber, wie Die es gemacht hätten damals. Denn es ist ihm wichtig, dass wir wissen, was ihm geblüht hätte. Dass er kurz davor war, nicht hier sein zu können. Seine Worte über Einzelhaft, Folter, Lager, Psychiatrie sind dabei nicht weniger beachtlich.
Nun aber weiter im Inhalt des Theaterstücks, als wenn das nicht gereichte, stellt der Autor einen Mann namens Metodi dem Konstantin gegenüber.
Metodi feiert seinen 70. Geburtstag. Ehemals hatte er an vorderster Spitze für die Verschärfung der Verhältnisse im Namen seines Kommunistischen Staatsapparats gesorgt. Das ist aber lange her. Jetzt herrschten Demokraten.  Metodi, der zwar keine Macht mehr hatte, verstand es dennoch mit Hilfe alter Seilschaften, welche vermutlich selbst zu Blamierten würden, Schnüffler von seinen vergangenen Taten fernzuhalten. Da kann sich Konstantin noch so sehr bemühen, seine Verräter dingfest zu machen. Die neue Demokratie hilft ihm nicht. – Nicht! Und das ist wirklich ein Dilemma, das die Demokratie sich wie die Diktatur davor nicht um Rechte des Einzelnen schert! Dass dieser Fall für andere Demokratien steht, brauche ich nicht extra belegen.
(P.S. Walko Weljow Tscherwenkow könnte dem Autor als Vorlage für die Figur des Metodi gedient haben)  
Das Theaterstück kann ich sehr empfehlen. Der Stoff ist dicht und toll inszeniert. Allen Beteilgten ein anerkenndes Lob!

12.04.2019 Theaterbesuch im Kleinen Haus des BE
Im Berliner Ensemble sah „Die Frau, die gegen Türen rannte“, Regie/Oliver Reese.
Das Stück, ein Monolog mit Bettina Hoppe, handelt von Paula Spencer, 39, Alkoholikerin, vier Kinder.
Paula steckt in einem Strickpullover, Jeansrock, Feinstrumpfhose und Slippern. Ihr lockig, blondes und Schulter langes Haar trägt sie wild und verwegen.
Hoppe macht ein auf Frau, doch ihr Körper kommt mit der Daseinsform der zu spielenden Figur nicht zurecht. Der Rock steht ihr einfach nicht. Wieso muss sie einen tragen?
Erzählt wird von einer Frau, deren Selbstwertgefühl von Klein an in den Dreck getreten wurde. Als junges Mädchen lernt sie dann Charlo kennen. Der ist ein echter Mann, nicht schön, aber ein Mann vor dem alle einen ordentlichen Respekt haben. Und so wird ihr auch ein Respekt zu teil – endlich, weil sie an seiner Seite geht.  
Sie heiraten und leben 17 Jahre zusammen. Das war nicht eine Freude, aber sie hält die Misshandlungen und Demütigungen aus. Dann, eines Tages aus der Not heraus, weil er ein Auge auf die Tochter geworfen und sie Zeugin dieses anzüglichen Blickes wurde, hat sie ihn vor die Tür gesetzt. Denke ich als  Zuschauerin – endlich wehrt sie sich, nein!
Es fällt mir schwer, nein gelingt gar nicht – mich mit der Darstellung dieser Paula Spencer zu verbinden. Sie agiert in überhastetem hektischem Tempo, wird immer wieder von Songs der 80 Jahre unterbrochen, die sie zu angestrengtem und ungeschmeidigen Hopsen und versuchten Tanzen veranlassen, denn irgendwie muss sie darauf reagieren als Schauspielerin.
Gerade die musikalischen Stellen verankern sich als Leerstellen im Kopf des Texters dieses Stücks bei mir.
Der Mangel, den ich hauptsächlich in der Aufführung sehe, ergibt sich also aus der Rolle selbst, das was sie uns erzählt von einem schlimmen Leben, ist in Ermangelung an Authentizität nicht mehr als für einen kurzweiligen und schnell vergessenen Abend gut, leider.

10.04.2019 Nachbetrachtung zu Pjotr Pawlenskyi Aktion mit Stacheldraht von 2012
Nachbetrachtung zum Fernsehbeitrag http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=79223 nach einer Unterhaltung mit Maud Tutsche.
Sie wisse nicht, ob Nacktheit als künstlerisches Mittel das adäquate oder nur mehr ein medial wirksames Werkzeug in Pawlenskis Kunst sei?
Ich spreche mich eindeutig für die Notwendigkeit von Nacktheit in seiner Kunstaktion “Kadaver” aus, in der er sich in Stachdraht nackt eingerollt vor eines der  Regierungsgebäude in St. Petersburg legte. – Argumentation: die Konstruktion Individium und Stacheldraht zwinge Assoziationen von Rohheit, Brutalität, Terror dem Gegenüber ungeschminckt auf, die wiederum der Künstler seinem Kläger – den Staatsapparat – als Spiegelbild vor Augen führen möchte.

9.04.2019 Heute gemalt im Atelier

6.04.2019 Während der…
Während der Berliner Demo “Mietenwahnsinn”, am 6.04.2019, wurde ich ungewollt Zeugin wie der Miethai eine AKKU-Aktivistin attackierte. Sie konnte sich vorerst retten, aber von welcher Dauer und er kommt zurück, die großen Hauer zwischen den Kiemen in den Leib- ihren und derer, die zahlen müssen zu hauen.
So ein Hai reißt was er zwischen den Kiemen hat krass entzwei. Es ist ihm aber kein Vorwurf zu machen, denn der HAI folgt seinen natürlichen Instinkten. – Aber wenn ein Humanist ein HAI ist, dann ist das was ganz anderes. Dagegen handeln, wie, das wird gerade verschiedentlich ausprobiert.

Demo, 6.04.2019

4.04.2019 AKKU BERLIN.ORG Basteltag
Boris, Peter und ich schafften in den Uferhallen für unseren großen Auftritt – Samstagsdemo gegen den Mietenwahnsinn, am 6.04.2019.
Wir waren die ganze Zeit künstlerisch tätig. Gemalt haben wir und Dinge gebaut und Dinge erfunden.
Das ist unter anderem dabei rausgekommen. Den Rest verrate ich nicht..

29.03.2019 AKKU BERLIN.ORG
Eine Aktionsgruppe Berliner KünstlerInnen
Unter dem Dach des BBK Berlin hat sich AKKU BERLIN.ORG gegründet. Die Aktionsgruppe führt Kampagnen gegen Entmietung in Berlin durch. Ich bin eine von den AkteurInnen.


28.03.2019 Rahel Hirsch: Eine Pionierin der Emanzipation, in der Galerie VBK
https://www.mittendran.de/lesung-texte-zu-und-von-rahel-hirsch/

24.03.2019 Leipziger Buchmesse
Kommentar zur Buchvorstellung “Seele fressen Freitheit auf” von Sabine Leutheusser Schnarrenberger. Das Buch kann ganz anders sein, aber darüber wurde nicht gesprochen.

17.03.2019 Konzertbesuch in der “Distel”,  Berlin Mitte
War mit M. bei einem Konzert von Barbara Thalheim. Ich bin voreingenommen, obwohl WIR (hi) auch schwierige Zeiten erlebt hatten, aber letzten Endes hat die Beziehung bis heute gehalten.
M., die keine besondere Beziehung noch Verliebtheit zum Schaffen der Künstlerin hegte, gab anerkennend zum Besten, dass Musik und Musiker außergewöhnlich seien.
Dem kann ich nur beipflichten. Ich behaupte, dass ich gerade aus diesem Grund keine Langweile, sondern immer währende Hörlust empfinden konnte. Thalheims Musik ist anspruchsvoll, dicht und ausgefüllt! – Hör-Ödnis kommt einfach gar nicht auf!

16.03.2019 Zeughauskino-Sonderprogramm
Vielleicht das, im ZeughauskinoFrauen in Berlin” von Chetna Vora (DDR 1982, 139 Min.) gesehen. Der Dokumentarfilm war Vora´s Vordiplomfilm innerhalb ihres Regiestudiums, dass sie an der HFF Babelsberg absolvierte.
35 Interviewpartnerinnen mit unterschiedlichem sozialen und beruflichen Hintergründen und Alter wurden von ihr porträtiert. Es gab ein paar interessante, sicher auch bemerkenswerte Aussagen, aber im Ganzen war ich eher gelangweilt wie erfreut. Meine größte Kritik gilt der hohen Anzahl der Interviewpartnerinnen und der Filmlänge. So zeichnet sich der Film vor allem durch Menge/Länge, weniger durch Tiefe aus.
Von größerer historischer Bedeutung ist für mich sicher der Umstand, dass die Filmuniversität Babelsberg den Film auf 35 Minuten gekürzt haben wollte, sich die Regisseurin jedoch weigerte.
In weiser Voraussicht hat sie ihren Film vom Unigelände gestohlen und ihrem Kameramann zu geführt. Dieser hat ihn den Film abgefilmt mit der einzigen in der DDR existierenden Videokamera.. Diese “geklaute Version” ist die, die ich im Kino heute gesehen habe.
Der Filmdiebstahl wurde in der Filmuniversität bald bemerkt. Chetna Vora erhielt daraufhin Besuch von der Staatssicherheit, die den Film beschlagnahmte.  Vora gab den Film freiwillig raus. Das Original wurde gekürzt auf eine Fassung von 25 Minuten. Die Regieseurin hat ihr Orignalmaterial nie wieder gesehen.
1983 zog sie mit ihrem Partner, dem Filmemacher Lars Barthel, und der gemeinsamen Tochter nach Indien. Sie starb bereits 1987.
Der anwesende Lars Barthels sagte nach der Vorführung, dass die Obrigkeit die Filmlänge kritisierte, nicht aber den Filminhalt.

10.03.2019 Akademie der Künste, Pariser Platz

aus meinem Werkbuch

Besuch des Kellers der Akademie der Künste, am Pariser Platz. Das war nett. Hauptsächlich erstaunten mich aber die Baulampen auf dem Boden, die die Kellerräume beleuchteten. So eine vereinfachte und mobile Beleuchtungsanlage kenne ich nur von temporären Kunsträumen. Steht dahinter etwa die Absicht, den Akademiekeller wieder zu schließen?
Weniger “nur nett” war der Ausstellungsbesuch der Käthe-Kollwitz-Preisträgerin, Hito Steyerl (in München geboren) im Erdgeschoß. Mehrere Arbeiten haben mich gefesselt. Anbei die Kulizeichnung zum Kurzfilm “Babenhausen” 1997, 4:04 Minuten.
Der Filmprotagonist Herr Merin nebst Familie ist 1953 nach Babenhausen (Hessen) gezogen. Aber die Babenhaus´ner sind unbegeistert des erst  1942 judenfrei gewordenen lauschigen Ortes. Sie wehren sich gegen ihre Ansiedlung! Auch vor Brandsätzen machen sie keinen Halt.
1993 siedeln die Merins in die USA um. Nachträglich versucht die Stadt Babenhausen das angeschmorte Haus zu kaufen, aber Merin verkauft und renoviert nicht. Seine Courage beieindruckt mich. Die Babenhaus´ner verstehe ich nicht.
Die Ausstellung hat aber noch mehr zu bieten. Steyrl ist Dokumentaristin genauso wie Erzählerin und genauso wie Animateurin. Sie ist unaufdringlich, hält den Finger auf die Wunde.
Wirklich sehr empfehlenswert.

7.03.2019 im Atelier

Arbeitstisch mit Eitemperaemulsion, Pigmenten u. Eitemperafarbreste

5.03.2019 Boris Jöns

in der Werkstatt im Haus der Statisik

Bei einem Treffen einer Initiative im Kampf um den Erhalt der Berliner Ateliers lernte ich Boris Jöns kennen, dessen Video https://www.facebook.com/abbanetzwerk/videos/2119723951381502/ ich gestern erst auf meinem Blog listete. Die Welt ist klein. Ich ließ es mir nicht nehmen, ihm spontan meine Anerkennung für die Aktion um den “Weak Art Award – für Kunstschwächer” entgegen zu bringen.

4.03.2019 Preis für Kunstschwächer
erstmals am 27.02.2019 vergeben

mit Laptop Pad gezeichnet

Der Weak Art Award ist erstmals in diesem Jahr vergeben wurden.
Gesucht waren besonders unsoziale Renditehaie im Ateliervermietungsgewerbe und Schwachpunkte im adminstrativen Mietrecht für Gewerbetreibende. Jede/r der wollte konnte Vorschläge machen. Auch Selbstvorschläge waren möglich.
Der 1. Preis in der Kategorie Personen/Unternehmen/Institutuionen ging an:

UDO SCHLÖMER für seine Rolle als CEO der Factory Works GmbH im Kontext der Kündigung der Kunst- und Kleingewerbestandorte Atelierhaus POST OST in der Palisadenstraße, sowie des Gewerbehofs Lohmühlenstraße gegangen.

Der 1. Preis in der Kategorie Mechanismen/Regelungen erhielt:

DAS DEUTSCHE GEWERBEMIETRECHT für seine Rolle im Kontext der Entmietung von Kunst- und Gewerbestandorten.

Es lohnt sich mal diese Videos anzusehen. Sie sind aufschlussreich und komisch.
https://www.facebook.com/abbanetzwerk/videos/2119723951381502/
https://www.facebook.com/abbanetzwerk/videos/711497312585364/

28.02.2019 Spielerei mit “kleinem” 3 D

Für  Sir Moneyman´s Gestaltung habe ich erstmals “Paint 3D” benutzt, welches bei Windows-PC installiert ist.
Die Mittel für die 3D Animation sind eingeschränkt, dennoch hatte ich Freude, vor allem bei den Tools für das kleine Video. Hier konnte ich das Bild wackeln, springen, schweben und noch was lasssen, ohne großen Aufwand.
Das Motiv zeigt Moneyman in seiner Privatgalerie. In dem Raum sind die notariell beglaubigten Besitzurkunden  zu seiner eigenen Freude angemessen präsentiert. Ich gehe nicht davon aus, dass ich das Motiv tatsächlich so gestalten werde. Die Grundidee bleibt aber.

27.02.2019 Geschichte ” Sir Moneyman…”

Seite 2, gezeichnet mit dem Finger auf dem Laptop Pad

25.02.2019 im Atelier

An denen heute gemalt. Alle sind noch unvollendet.


24.02.2019 Arbeit aufgenommen

Seite 4, gezeichnet mit dem Finger auf dem Laptop Pad

Habe die Arbeit an meinem bereits vor einem Jahr begonnenen Künstlerbuch “Sir Moneyman, ein englischer Invester” wieder aufgenommen. Ich hatte das Buch mit der Computermaus oder mit Finger auf dem Laptop Pad gezeichnet. Wegen zunehmend ermüdender Ambition so zu zeichnen die Arbeit jedoch vorzeitig abgebrochen. Um mich neu zu motivieren, wechselte ich das Medium. Bei Modulor hatte ich Lackstifte für mich entdeckt.
Die Lackstifte erwiesen sich als brauchbar, aber die “Zeichnung” verlor mit dem Lackstift in der Hand ihren zuvor anhaftenden krakeligen Charme. Jetzt hänge ich doch wieder an der Computermaus. Ich hoffe ich halte durch. Die Geschichte ist mir wichtig. Ich muss sie irgendwann beenden so oder so.

22.02.2019 Die Band “Queen” im Kino
Habe mit Besuch von auswärts und M. im Cinemaxx das biografische Filmdrama “Bohemian Rhapsody” von Bryan Singer/ Dexter Fletcher, GB, 2018 angesehen. Ob der Film der Wirklichkeit entspricht, weiss ich nicht. Für Queen-Liebhaber ist der Film durchaus sehenswert, wenngleich ein paar lahme Momente im Drehbuch bestehen.

18.02.2018 Zurück ins Malerleben
Die Berlinale ist vorbei, es gibt nicht länger Ausflüchte das Atelier zu umgehen.

Heute u.a. an dem weitergemalt, Ausschnitt

17.02.2019 Voller Tag mit A.
“Gregor Gysi trifft Zeitgenossen”.
Heute  um 11 Uhr im DT, die argentinisch-deutsche Filmemacherin Jeanine Meerapfel getroffen. Es war nett.


Besuch der Ausstellung “Rendevous. Die französischen Meisterzeichnungen des Kupferstichkabinett” im Kupferstichmuseum.
Bei einem Porträt von Hyacinthe Rigaud (1659-1743) eine Form für meine eigene Arbeit entdeckt. Charles-Niclas Cochin d.J. (1715-1790) erheiterte mich mit dem Blatt ” Zeichenkurs an der Akademie” und die  Kupferstichstudien von Hubert Francois Bouguigons (1699-1773)  beeindruckten mich technisch und Jean-Jacques de Boissieu (1736-1810) hat mich gefesselt seiner Kleinteiligkeit wegen in “Landschaft mit zwei Zeichnern”.

Besuch der Berlinale. Drehbuch, Kamera, Regie, Figuren ordnen sich im Film “Systemsprenger”  von Nora Fingscheidt (Deutschland, 2019) einem einzig vorherschenden und künstlich erzeugten Gefühl, der Hysterie unter.  Der Film überzeichnet einfach alles damit und verliert von Minute zu Minute an Authentizität. Ich wünsche mir Rainer Werner Fassbinder.

Besuch der Berlinale. Zum gesehenen Film “Elisa y Marcelavon Isabel Coixet (Spanien, 2018) habe ich dagegen ein beflügeltes Gefühl, auch wenn meine Begleitung und ich über das Ende diskutieren müssen. Unsere Meinungen gehen auseinander und zwar: War das Pferd am Strand mit Reiterin real oder eine Fatamogana? (Ich war für letzteres.) Kleine Anmerkung, eine erotische Szene weniger, aber das ist Meckern auf hohen Niveau.

16.02.2019 Bruno Ganz (22.03.1941 – 16.02. 2019)
Laut dpa Nachrichten ist der Schauspieler Bruno Ganz, Träger des Iffland-Ring heute seinem Krebsleiden erlegen. Ich bin nicht einverstanden, aber das juckt den Tod nicht.

14.02.2019 Besuch bei der Berlinale, “Von wegen Schicksal”, Bundesrepublik Deutschland, 121 Minuten, 1979

Habe mir unter der Rubrik “Dokumentarfilm “Von wegen Schicksal” von Helga Redemeister angesehen. Der Film porträtiert eine Familie, Standort Märkisches Viertel, Berlin, Ende der 70 Jahre.
Irene Rakowitz (48) lebt mit den Kindern Astrid (13) und Konstantin genannt Bulli (8) in der Plattenbausiedlung. Ihr geschiedener Mann wohnt ebenfalls im Haus, fünf Etagen tiefer. Die Kinder Carmen (17) und Susanne (16) leben bereits nicht mehr im Haushalt der Mutter bei Filmbeginn. 
Irene ist Hausfrau, sie ist schwerbeschädigt, sie raucht beim Essen und auch so sehr viel, sie hat Goldblomben im Gebiss und trägt Kittelschürze bei der Küchenarbeit. Ausserdem hört sie gern Musik von Schallplatte und malt Blumenbilder nach Vorlage.
Astrid ist ehrgeizig, sie strengt sich für gute Noten an. Sie will mal was mit Sprachen machen und mit Menschen zu tun haben, aber nicht mit zu vielen und nicht ständig. Sie stützt die Meinung der Mutter darin, wenn ihr Bruder tausend mal was von der Mutter gesagt bekommt und er nicht reagiert, dass er dann eine gewixt bekommt. Was solle man ansonsten machen?
Genauso sieht sie es gerechtfertigt, wenn sie ihrem nervenden Bruder eine wixt.
Bulli beschwert sich über die Schläge der Mutter und Schwester, die seiner Meinung nach aus heiterem Himmel kommen. Da er sich gern beim Vater aufhält, ist er in ständigen Konflikt mit der Mutter. Diese möchte nicht, dass er sich dort lange und oft aufhält, da der Vater Waffen verherlicht. Sie verachtet Gewalt. Sie möchte den Sohn vor dem schlechten Einfluss des Vaters schützen.
Der Haushalt ist aufgeräumt, die Einrichtung einfach, aber trotzdem reicht es noch für einen eigenen Schallplattenspieler für die Tochter.
Richard ist gelernter Bergarbeiter. Mit der Kohletagebaukrise wurde er arbeitstlos. Die Falimie zog vom Ruhrpott nach Berlin. 
Er arbeitet aktuell als Hilfkraft bei einer Baufirma. Seine Aufgabe ist es ,in der Neubausiedlung Märkisches Viertel, den bröckelnden Putz der Fassaden auszubessern.
In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit Waffen. Sein Interesse an Waffen gibt er an den Sohn weiter.
Die Tochter Carmen und Susanne leben nicht mehr Zuhause. Carmen ist schon als Teenager mit “Lutz” zusammen gekommen. Er hat eine eigene Wohnung und verdient gutes Geld. Sie lebt bei ihm und macht eine Ausbildung für Büroarbeit. Es ist ihr wichtig eine saubere Arbeit zu machen. Putzfrau würde sie nie sein wollen noch können.
Ihre Mutter hasst sie und sie verliert kein gutes Wort über sie. Sie hält sie für eine schlechte Mutter. Carmen habe als Kind im Haushalt helfen müssen, ihre Geschwister auch. Ihrem Wertesytem nach ist das falsch. Kinder sollten davon befreit sein, auch der Ehemann. Die Mutter hat das Essen pünktlich auf den Tisch zu bringen und keine Ansprüche an die Familie zu stellen.
Susanne lebt auch nicht mehr zu Hause. Sie redet auch nicht gut über die Mutter, ist aber nicht so ablehnend wie Carmen.
Der Dokufilm beobachtet und manchmal bringt die Regisseurin die Protagonisten durch Fragestellung in eine bestimmte Richtung. Letztlich dreht sich aber alles um Irene, die zwar nicht immer gut weg wegkommt, von der ich mich allerdings auch nie ganz abwenden konnte.
Eine beeindruckende Figur mit Rückgrat.

12.02.2019 Besuch bei der Berlinale, “Anbessa”, USA/Italien, 85 Minuten, 2019

Heute mit A. spontan Film bei der Berlinale gesehen. Unter der Rubrik “Generation” lief “Anbessa“, von Mo Scarpellie, ein Dokumentarfilm mit szenischen Episoden. Der Dokufilm handelt vom Leben einer zweiköpfigen amharischen Familie Zentraläthiopiens. Mutter und Sohn Asalif leben in einer Lehmhütte ohne Strom, Wasser und ohne gemauerte Wände und Böden, am äußersten Rand einer Hochhaussiedlung.
Beide sind bettelarm. Die Mutter flechtet Körbe für den Lebensunterhalt, Asalif, etwa 9 Jahre alt, stromert in der Gegend rum nach verwertbaren Utensilien. Vor allem Elektroschrott interessiert ihn.
Der Film hat gute Momente, als Bsp.weise sein Freund Kuba seine Mutter als Hure bezeichnet, beendet Asalif sofort die Freundschaft.
In einer späteren Szene ist Asalif bei einem Jungen in einer der Hochhauswohnungen zu Gast. Asalif zeigt ihm seinen gerade selbstgebauten Hubschrauber. Der Junge ist nicht angetan von Asalifs Bastelei und bekennt, dass ihm sein Vater einen viel besseren kaufen wird. Das ist eine sehr gute und starke Stelle, Asalif wird ungeschminkt seine grausame Armut bewusst. Oder zu guter Letzt, als die Mutter ihn bittet “Lehre mich irgendetwas!”, aber ihr Sohn auch nach mehrmaliger Aufforderung ihrem sehnlichen Wunsch nicht nachkommt und sie sich kapitulierend mit ihrer Korbflechterei in die Hütte zurückzieht.
Sehenswert ist der Film. Allerdings, er nimmt an Spannung gelegentlich ab, dort, wo es keine Wendungen gib. Deswegen hätte ich mir weniger an Filmlänge gewünscht.

11.02.2019 Atelier

Ausschnitt, unvollendet

8.02.2019 Wieder im Panoramamuseum gewesen
Heute mit M. dort gewesen. Wieder den Himmel bewundert.
M. hat wie ich bereits am Vortag den Künstler in seinem Bild entdeckt. Sie mochte auch die Hintergrundgeräusche, die Musik sehr. Wir kamen ganz oben auf der obersten Plattform des Turms ins Träumen, sahen uns im Liegestuhl bei Milchkaffee sitzen, ausruhen, Seele baumeln lassen.
Ich entschleunigte wie gestern.
Freu mich, dass die Installation mindestens 10 Jahre am Ort zugänglich sein wird, auch wenn die “Gebäudehülle” von außen mies aussieht.

7.08.2018 Das Panoramamusuem, ein schwarzer Kasten, Fragezeichen
Heute das antike Panoramabild des Architekts und Künstlers Yadegar Asisi: H = 32 m(h), ø 31,40 m an der Museumsinsel zu Berlin betrachtet.
Das 360 Grad Panorama besteht aus einem riesigen Foto auf Plane. Es handelt sich dabei um ein inszeniertes Foto,  immer aus der Vogelperspektive aufgenommen. Das verwendete Objektiv würde ich gern mal benützen. 
Das Motiv zeigt Menschen im Jahr 129 n. Chr. und der antiken Stadt Pergamon. Auch wenn man mit Geschichte nichts am Hut hat, es wirkt! 
Mein Lieblingsdetail ist der dramtische Himmel, der ganz weit oben unter der hohen Kuppel teilweise bedrohlich dem Betrachter die Stirn weißt. Durch die Besteigung eines Zuschauer-Turm im Raum konnte ich ihm näher kommen. Wirkungsvoll sind diverse Hintergrundgeräusche wie menschliche Stimmen, Tierlaute und und die getragen werden von einer stimmungsvollen Musik und Lichtdämmungen für den Abend, die Nacht, den Sonnenaufgang und den Tag.
Falls ein Besuch hier ansteht, ein Fernglas oder Opernglas kann helfen noch mehr Details des Panorames zu erkennen.

28.01.2019 Atelier

Beginn eines neuen Bildes

24.01.2019 Puccini Oper La Boheme
Wurde kurzfristig von M. zur Generalprobe zu La Boheme in die Komische Oper eingeladen. Hatte während der Aufführung wegen der engen Sitzreihen zu tun mit meinem langen Körper und mit einer großen Müdigkeit, die schon in mir währte vor Ankunft im Opernhaus.
Die Aufführung ist (vielleicht) sehenswert. Italienische Oper geht ja auch immer irgendwie durch.

16.01.2019  Jutta Hoffmann liest Einar Schleef zum 75. Geburtstag im Roten Salon der Volksbühne
Jutta Hoffmann
spielte mit Einar Schleef mehrere Inszenierungen wie “Fräulein Julie” (1975) und “Verratenes Volk”.
Schleef`s Theaterarbeit hatte sie so beeindruckt und herausgefordert,  dass sie nach seinem Tod, 2001, nicht wieder auf einer Bühne stehen konnte.
Schleef war so “groß und allmächtig”. Darunter kann sie nicht! 
Jutta Hoffmann ist deswegen nur bei Lesungen in der Öffentlichkeit zu sehen. Ihre Lesungen verweisen freilich ungefragt und unkommentiert auf ihre hohe schauspielerische Qualität.
Bei der Lesung von Schleefs Texten spielte sie lesend zu Textauszügen aus „Zuhause“, „Arthur“,  „Die Villa“ und anderen.
Es ist zu bedauern, dass sie sich gegen die Bühne entscheidet, aber ich habe Höchstachtung vor ihrer Konsequenz.

9.1.2019 Müllersalon #11: Ich habe kein Geld für Blumen und keine Zeit/ Verse zu machen nur für dich
               Heiner Müller zum 90. Geburtstag
Es ist schon eine liebgewonnene Gewohnheit geworden, dass ich an Heiner Müllers Geburtstag etwas um Heiner Müller mit  M. mache. 
Heute sind wir aus diesem Anlass im Kammerspielsaal des Deutschen Theaters. Es werden Müller-Texte vom Blatt von sieben Schauspielern auf sächsisch vorgetragen. Höchst interessant, aber nicht jedem Sprecher gelang dies gut und deswegen von durchwachsener Qualität.
Milan Peschel zum Beispiel war entweder miserabel vorbereitet, weil Krankheit Autoreparatur Schneeverwehungen ihn daran gehindert hatten zu üben oder er hatte einfach Null Bock darauf. Schade, schade!
Hervorragend dagegen war Kathleen Morgeneyer. Ihre Art zu sächseln hat Ähnlichkeit mit der von “Mandy” (Martina Hill) aus der “Heute Show”.
Zu den Texten von Müller, nun sie sind einfach Bombe.- Das kann keiner kaputt sprechen. Sie in sächsisch zu hören, das funktioniert sehr gut. Jetzt wäre es an der Zeit eine Theaterproduktion eines seiner Stücke in dieser Mundart aufzuführen.
Nachfolgend, ab zehn fand im kleinen Foyer ein Lese-Marathon-Interview mit Agnes Julia Mann und Almut Zilcher statt, dem wir einer guten Stunde beiwohnten. Es war von hoher Qualität und versöhnte mich am Ende mit dem vorig erlebten.

Zu späterer Stunde fanden wir im Foyer diese Einladung zum Trinken vor. Viele der Anwesenden tranken einen oder mehrere auf Heiners Leben und Werk. Wir auch. Er soll Whisky sehr gemocht haben.

7.1.2019 Weiße Leinwände
Heute im Atelier weiße Leinwände betrachtet und gedacht und gedacht. Mehr war nicht.
Vorher war ich in der Mahlower 27 zu einem Treffen mit Neuköllnern Künstlern, um in diesem Jahr ein offenes Atelierwochenende in Neukölln zu installieren. Das Treffen war konstrukitiv. Ich bin optimistisch.

4.1.2019 Kinofilm, Shoplifters
Habe mit M. im Kino “International” den japanischen Film Shoplifters/2018, in der Regie von Hirokazu Kore-eda  gesehen.
Der Film erzählt von der am Rande lebenden japanischen Gesellschaft, den Shibatas. Hutsue (Killin Kiki) – eine alte Frau und heimliches Oberhaupt, Enkelin-Aki (Mayu Matsuoka) – ein junges und schönes Fräulein, das vor einer Spiegelwand für Geld strippt, Wunsch-Mutter Nobuyo (Sakura Andô) – die in einer Großwäscherei arbeitet, Osamu (Lily Franky) – Tagelöhner und Dieb, dessen sehnlichster Herzenswunsch ist, das Shota (Jyo Kairi) – ein aufgeweckter Junge von etwa zehn Jahren – zu ihm “Vater” sagt, was dieser aber nicht tut, obgleich er Osamu sehr gern hat. Zu guter Letzt gibt es noch die “kleine Schwester” Juri (Miyu Sasaki), die von Osamu und Shota eines Abends regelrecht von einem “Balkon abgepflückt” und mit nach Hause genommen wird. Das sind die Hauptdarsteller des Films und sie sind großartig.
Alle gemeinsam leben sie auf engstem Raum, der aus einer flachen Bretterbude besteht. Neben der Rente von Hutsue und den Jobs von Nobuyo und Osamu verdienen sie ihren Lebensunterhalt durch kleinen Diebstahl von Lebensmitteln, Körperpflegemitteln oder auch mal was zum Weiterverkauf geeignetem, wie zwei Angelruten.
Der Film bildet eindrücklich ab, wie Leben auch geht!
Als besonders ist zweifelslos hervorzuheben, die Verbindung die die Protagonisten miteinander haben.  –  Nämlich verbunden als Familienbande, verbunden als soziale Familie, die in einer Fülle von  Liebe, Zärtlichkeit,  Respekt und Achtung miteinander leben, die in Anlehung zu elysischen Verhältnissen stehen könten. 
Ich fragte mich, ob dieser Familienentwurf, ein zukunftsweisender Gegenentwurf für die biologische Familie sein kann, vielleicht?
Für mich besonders war auch die Kameraführung, die oft auf Totalen verzichtete und den Fokus stattdessen auf den Fußboden richtete, der beherrscht war von den Schlaf- und sitzstätten, den Tatamis (Futons). Das war verstörend schön. Dieser benannte Fokus verstärkte für mich die Wahrheit über das gezeigte Raumgefühl – die absolute Enge der Not!
Zu guter Letzt bestach der Film auch dadurch, dass seine Figuren obwohl Sympathieträger nicht aalglatt waren und sich in jeder ihrer Biografien sowohl Yin auch ein Yang findet.
Ungewöhnlich ist auch die Regieführung und der sparsame Gebrauch von Worten. Gerade am Anfang fragte ich mich, ob es sich hierbei nicht  eher um einen Dokumentarfilm handelte. Ich hatte das Gefühl, ich sitze in “Echtzeit” mit den Protagonisten in ihrer Stube, läge mit auf ihrer Schlafnische.
Das am Rande noch, im Film wurde unheimlich viel und oft gegessen.
Kleine Schwachstelle, die deutsche Synchronisation. Da wurde gesprochen, obwohl sich keine Münder bewegten und das war nicht nur einmal zu sehen.

1.1.2019 Neujahrskonzert in der Gethsemanekirche
Eine liebgewonnene Gewohnheit ist es geworden, am Neujahrstag spazieren zu gehen oder ein Neujahrskonzert zu besuchen. Meiner Trägheit war es geschuldet, dass ich lediglich in der Gethsemanekirche, ein Harfen & Orgelkonzert besuchte. Meine Freundin A. hatte die selbe Idee und so trafen wir uns dort.
Anna Steinkohler
, Harfe und Oliver Vogt, Orgel spielten Musik von Georg Friedrich Händel, Carl Philipp Emanuel Bach, Cèsar Franck, Claude Debussy, Alfred Holy, Pedro Josè Blanco, Domenico Scarletti.
Der Vortrag war abwechslungsreich. Mal spielten die Musiker zusammen, mal spielten sie solo.
Ich wäre die ganze Zeit bei der Musik gewesen, wenn da nicht zu hören waren Klettverschlüsse, knarrende Bänke, Getuschel, knisternde Programmblätter und diese mich unerwünscht abgelenkten. Am liebsten hätte ich die Störenfriede sofort absaugen lassen – von unten damit sie mir nicht im Bild sind. – Weil das nicht ging, setzte ich mich von meinem vorderen Platz alsbald in die vorletzte Reihe. Dort saß ich so gut wie allein und hatte die nötige Stille, um mich ganz auf die Musik einzulassen.

Bedeutsam war an diesem Abend auch die Kirche selbst. Rundbogenfenster, Kreuzrippengewölbe, Bündelpfeiler usw.  Keine Ablenkung durch ein schnödes Götzenbild. Dieser Kircheninnenraum brauchte Bilder wirklich nicht, hatte ihr Ankommen vielleicht einstmals weggeschrieen.
Das teilweise unverputzte Mauerwerk an den Senkrechten, den Wölbungen, den…, bestimmt als Schmuckelement den Raum und gereichte meinem betrachtenden Auge völlig aus. Der Bauherr, August Orth, war gewiß dominant, mehr ging nicht! Ich mag ihn!
Die Kirche vermochte mir etwas mittelalterliches vorgauckeln, in jedem Fall ist sie märchenhaft und bezaubernd und bestechend in ihrer Liebe für die Einzelheiten. Wie anrührend Beispeilsweise war es,  als ich im ersten Rang – dem Chorgang – auf alten Holzbrettern schritt und mich dabei in  einem Bauernhaus wähnte aus Ur Ur Steingroßmutters Zeiten.

29.12.2018 Ein Überraschungsabend mit der Band Krähe
Ein Überraschungsabend mit Freundin A. und An. mit Event bringt mich am Abend ins Rathaus Wildau. Die Deutschrockband Krähe spielte auf. Ich hatte sie zufällig im Frühjahr auf dem Baumblüttenfest in Werder erlebt. Die Band hatte mich damals überrascht, heute aber war ich mir nicht mehr sicher, ob sie mir gefällt. Die Stimmfarbe des Bandleaders Stefan Krähe ist gut, aber ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, dass vor allem gecoverte Songs gesungen wurden. Zum anderen war die Akustik so grottig, dass ich teilweise kein Wort verstanden hatte. Daran müssen sie in jedem Fall arbeiten. Ich wünsche dennoch das Beste, Potential ist vorhanden.
P.S. Im Konzertsaal, dem Rathaussaal waren Tische mit Stühlen aufgestellt. Das hat mich an das Jugendklubhaus Nordhausen, in der Käthe- Kollwitz-Straße erinnert. Dort schwang ich einst meine langen Beine zum Tanze und  das soll nicht verschwiegen sein, dort eben trank ich meine erste Wodkacola und auch die Zweite.

28.12.2018 Atelier
Heute im Atelier Leinwände aufgezogen. Keine spaßige Angelegenheit. Dem nachträglichen Grundieren kann ich mehr abgewinnen. Das ist ein meditativer, beruhigender Vorgang.

27.12.2018 High-Deck-Siedlung, Berlin Neukölln
Erstmals auf Empfehlung der  Familie S. die High-Deck-Siedlung besucht, die in den siebziger Jahren zu einer der innovativsten Wohngebiete Berlins zählte. Dem konzeptionellen Gedanken der Architekten nach, von Oefelein und Freund, sollte ihr Entwurf die Wohnqualität von Neubaugebieten erheblich verbessern.  So richteten sie für die Siedlung Kontaktzonen auf Hochebenen und Gärten in den Innenhöfen ein. Das war aber nicht genug, deswegen verlagerten sie den Autoverkehr gänzlich in die untere Ebene.

Wir stellten uns nun auf eine der Hochebenen und starrten auf Herrn S. mitgebrachten Lageplan. So verstanden wir überhaupt, was wir sehen sollten.  Uns wurde klar, wir sind auf einer Hochebene mit den Kontaktzonen. – Diese Zonen hatten keine Menschen, keine Sitzbänke, kein Grün, desto mehr aber Beton, Beton, ong – vor, neben, hinter uns.  Von der nahegelegenen stark befahrenen Sonnenallee drang Verkehrslärm an die Ohren.
Die Gelegenheit bot sich mit einem der Mieter zu sprechen, ein Vater von drei Kindern, der zuvor am Kotti gelebt hatte und wegen Nachwuchs eine größere Wohnung benötigte. Er selbst war Araber sagte er, wie die meisten Mieter in der Siedlung. Laut wäre es in der Siedlung. Wenn ich hier her ziehen wollte, müsste ich damit klar kommen, dass hier fast nur Ausländer wohnten, dass die enorm laut sind und dass die Kriminalität sehr hoch ist. Vor zwei, drei Monaten ist ein bewaffneter Mann mit Messer und gestohlener Kasse von Edeka auf der Flucht durch die Siedlung gelaufen, erzählte er uns. Neben diesen Problemen, gäbe es Ärgernis mit der Hausverwaltung. Bisher, wenn er Mängel in der Wohnung hatte, dauerte es lange oder es wurde gleich gar nichts gemacht. Die Wohnanlage wird nicht gepflegt. Er hatte gerade sein Waschbecken selbst ausgewechselt, weil er die Nase voll hatte.

Während wir uns unterhalten bezeichnen seine zwei Mädchen den hüft hohen Mauersims des Gehwegs. Der Vater ermahnt die Kinder, damit aufzuhören. Er erklärt uns, dass der Regen die farbige Kreide abwäscht und das nun bunte Regenwasser bis in den Hauseingang läuft. Am   Vortag hatte er erst alles wieder abgewaschen. Ich erkundige mich wie die Kinder mit dem Umfeld zurechtkommen. Sie seien es nicht anders gewöhnt. Er selbst war auch hier aufgewachsen. Seine Eltern wohnten auf der gegenüberliegenden Seite der Siedlung. Dort ist es ruhiger, dafür ist es viel weiter zu den Geschäften.

Eins der Hochdecks der Siedlung

23.12.2018 Liebes Du
Liebes Du,
ich wünsche Dir friedliche und entspannte Weihnachtsfeiertage und ein gutes und erfolgreiches neues Jahr!

Gassengang, 2011

22.12.2018 Kinofilm – Gegen den Strom, 2018, Island/Frankreich/Ukraine
War spontan im Cinema Paris am Kurfürstendamm mit M. und sah Gegen den Strom, von Benedikt Erlingsson. Halldóra Geirharðsdóttir – in der Titelrolle der Halla spielt eine hinreissende, radikale Naturschützerin mit Herz und Verstand. Die Nebenrollen sind ebenfalls gut durchdacht und gut besetzt.
Der Film erzählt von der millitanten Halla, die wie eine Amazone bewaffnet mit Pfeil und Bogen das isländische  Weideland durchstreift und dass ihr so verachtete Aluminumwerk aufzufinden und zu schädigen, indem sie seine Stromzuliefermasten beschädigt oder gar zum einstürzen bringt. Wenn sie nicht die Welt rettet, ist sie in ihrem sonstigem Leben in Reykjavík Leiterin eines Laienchors. Dort trifft sie auch auf Chormitglied Baldvin,  (Jörundur Ragnarsson), der bei der Regierung arbeitet und sie mit wichtigen Informationen für ihre Aktionen versorgt. Bei ihren konspirativen Treffen legen sie stets vor dem Gespräch ihre Handys in ein Kühlfach, was komisch wirkt, aber auch die Gefahr ihres Tuns transportiert.
Die Nebenfiguren, Halla´s, ihre Zwillingsschwester Ása (Halldóra Geirharðsdóttir), der vermeintliche Onkel  (Jóhann Sigurðarson),  sowie Baldvin strotzen nur so von Hilfbereitschaft. 
Aber keinesfalls ist der Film kitschig!
Kleine Kritik, im ersten Drittel gab es einen Spannungshänger, als Halla lang – lang , die isländischen Weiden durchstreifte zum Tatort hin und vom Tatort weg, trotz der kleinen Actioneinlagen.

Hinter dem Film steht ein realer Kampf von Umweltaktivisten, das ist anzunehmen.
Die Sängerin Björk hatte vor ein paar Jahren mit weiteren Prominenten im Rahmen eines “Eco-Konzerts” gegen die industrielle Nutzung der unberührten Natur Islands protestiert, konnte ich im Internet recherchieren.

20.12.2018 Letztes Arbeitstreffen 2018
Bin bei Helga Wagner am Nachmittag eingekehrt. Nach Konsum von Kaffee und süßem selbstgebackenen Weihnachtsgebäck verbrachten wir einige Stunden am Rechner für Auswahl und Bearbeitung der Ausstellungsfotos von “SchattenRäume“. Insgesamt eine trockene Arbeit, ist aber leider nötig. Helga schenkte mir den versprochenen Prototypen eines Kupferdraht Kopfhörers.
Neben dem Tätigsein am Rechner redeten wir über Kunstkäufer, arrogante Künstler und persönlichem. In Punkto arrogante Künstler kamen wir zu dem Ergebnis, dass das Zusammensein mit ihnen zumeist in totaler Leere endet.

13.12.2018 Nachbereitung der Ausstellung “SchattenRäume”
Heute Telefonat mit Helga Wagner. Wir verabreden uns nächste Woche  für eine Nachbereitung von “SchattenRäume”, die Ausstellungsfotos zu sichten und zu richten und mal sehen, wozu wir noch bereit sein werden. In Aussicht hat sie mir gestellt, einen Kopfhörer aus Kupferdraht geschenkt zu bekommen. – Ist ein Prototyp. Wäre dann das zweite Mal, dass mir ein VBK Kollege ein Werk von sich schenkt. Von Peter Schlangenbader habe ich  eine tolle Grafik aus seiner Studienzeit. Da ist ein fetziger Panker drauf.

12.12.2018 Atelierbesuch an der Spree und Rollerfahrt
War heute an der Spree in Schöneweide zu einem Atelierbesuch bei Maud Tutsche. Ihr Atelier hat mega hohe Decken und eine große Fensterfront und wird domiert von einer Tiefdruckpresse.  Die Presse ist so platziert, dass sie rund herum zu umlaufen ist. Es gibt an großen Möbeln noch ein paar Grafikschränke, worin sie ihr bildkünstlerisches Werk beherbergt. Ich durfte freilich auch einige Arbeiten beäugen. Ganz “frisch” aus ihrer Zeichenhand, Aktstudien mit Feder auf Bütte, die sie neuerdings Sonntags in der Berlinischen Galerie macht. Sie zeigte mir auch Collagen, Fotogramme und blaue Bilder, mit einer mir entfallenen Technik entstanden. Mehr Zeit hätte ich gern für die politischen Collagen gehabt, aber Zeit war freilich nicht genug, weil wir noch zu einer Mitgliederversammlung des bbk Berlin  gefahren sind mit einem Roller, den sie führte. Das war richtig fetzig, auch wenn es mehrere Stunden andauerte, ehe meine Körperglieder aufgetaut waren trotz Tee-Einflösens, denn es war mächtig kalt auf dem Roller. Aber egal, ich würde es wiedermachen. – Ich fühlte mich super schlank und wendig auf dem Gefährt.

Kurz vor der Rollerfahrt

6.12.2018 aus dem Archiv

Unikat, Ton, 2011

Der Nikolaus war in meinem Atelier und hat ein paar Strümpfe und Schokolade vorbeigebracht. Ich war ganz froh darum –  wegen der kleinen Pause von  den Umständen über die ich hier nicht schreibe. Und ich war froh darum, weil ich doch ein absolutes Weihnachtstierchen bin und damit auf bequeme Weise die Obsession endlich in meinem Raum Platz nahm.

5.12.2018 aus meinem Archiv
in Erinnerung an T.

Russisches Grab, 1999

“Es geht um Angst annehmen. Sehen – Leben!
Als ein Teil in einer großen Ordnung… Dem Evolutionsgedanken verbunden. Zu wissen, ich sehe dich hier und nirgendwo nie wieder, und es tragen…
Und weiter und weiter Orte durchwandern. Spuren legen… Ein Rad in einem unendlichen Getriebe…in einer unendlichen Geschichte…”
aus meinem Arbeitsbuch “memoria – Ansichten zum Tod” 2001

29.11.2018 Komische Oper, Märchenstunde
Freundin Andrea hat mich mit einer Vormittagsveranstaltung in der Komische(n) Oper überrascht. Wir sahen die Märchenoper “Der Zauberer von Oz” von Pierangelo Valtinoni.
Es herrschte im Saal ein ohrenbetäubender Lärm. Gefühlte 100 000 Kinderstimmen plabberten munter und kommunizierten vermutlich Wichtiges miteinander.
Auch unsere Sitzreihen im zweiten Rang waren vom Kindergeplabber nicht ausgenommen.
Als das Licht ausgeschaltet war, das Orchester einstimmte, der Vorhang unter der Decke verschwand, ward es aber plötzlich still. Die Heldin Dorothy und ihr Hündchen Toto erschien auf einer Videoleinwand vor einem kleinen Holzhaus. Im Hintergrund nahte gerade eine bedrohliche Windrose heran. Die Zuschauer waren gebannt und gleichermaßen von der Eingangsszene entzückt, denn der Hund Toto war echt und richtig lebendig,  ein Terrier – ein Jack Russel. Immer wenn Toto, ob nun in echt oder einmal als Dorothy samt Haus von der Windrose hochgewirbelt wurde als Plüschtier auf dem Bühnenbild erschien, verwandelten sich die Kinderzuschauer im Saal in quickende Wesen.
Toto war es dann auch der für das Mißfallen an der Aufführung immer mal wieder sorgte, denn er war zu oft abwesend. Unsere Nachbarn wussten es genau, immer wieder beschwörten sie einander, dass das was auf der Bühne stattfindet nicht der Wahrheit entspricht! Denn wo war Toto die ganze Zeit? Toto war tatsächlich die meiste Zeit nicht anwesend. Das hat mich auch gewundert.
Letztlich blieb es aber eine gelungene Aufführung.

28.11.2018 Barocktage in der Staatsoper
Die Staatsoper Unter den Linden hat sich die 10tägige Spielreihe  der “Barocktage” ausgedacht. In diesem Rahmen führte sie von Claudio Monteverdi die Oper “L’incoronazione di Poppea” auf.
Obwohl die Opernmusik und der Einsatz alter Instrumente mir zusagte, ermüdete ich recht bald. Das Bühnenbild existierte nicht, da halfen auch die sicher aufwendig hergestellten historischen Gewänder nichts in die die Sänger/Innen gekleidet waren.
Am erbärmlichsten empfand ich die Bühnenversuche “Sex” darzustellen.
Mir hätte diese Aufführung https://www.youtube.com/watch?v=rZZyySg6JZU aus verschiedenen Gründen mehr zugesagt.

27.11.2018 Bröhan Museum, Berlin
Habe zufällig Kenntnis von der aktuellen Ausstellung “Georg Grosz in Berlin”, genommen die noch bis  zum 6.1.2019 im Bröhan Museum präsentiert wird. Die werde ich mir gewiß ansehen, ich mag den Künstler sehr.

26.11.2018 Ausstellungsabbau-Dilema
Hatte überraschend etwas Hilfe von Corinne Douarre beim Ausstellungsabbau bekommen, die noch eine gute halbe Stunde für das Verpacken meiner Bilder erübrigen mochte.
Die Installation habe ich dann aber allein zurückgebaut. Ich spürte dabei in mir eine zunehmende Dünnhäutigkeit meinen Körper hinaufkriechen, die mich betrübte.
Diese Zustände ergeben sich immer mal wieder und sie haben mit der Sache zu tun, mit der ich beschäftigt war. Am liebsten wäre ich nämlich gar nicht anwesend bei Ausstellungsabbauten, andererseits überließe ich das ungern anderen. Es ist ein Dilema, Dilema, Dilema…ooohhhhm.
https://www.facebook.com/andrea.krabat/videos/10212872571671631/

25.11.2018 Schadowhaus in der Schadowstraße 10 – 11, Berlin Mitte
Heute war ich erstmals im Schadowhaus, welches der preußische König dem Bildhauer und Künstler Johann Gottfried Schadow (1764-1850) schenkte. Die Quadriga auf dem Brandenburger Tor trägt Schadow´s Handschrift.
Der Eintritt ist frei, dafür muss man eine ertüchtigende Durchsuchung der Taschen und der Kleidung über sich ergehen lassen, ganz wie vor Betreten eines Gates am Flughafen. Nach dem ich das hinter mir hatte, konnte ich mich meinem eigentlichen Interesse hingeben, die Beschauung der Ausstellung von Moritz Götze. Mich interessierten besonders seine Email-Arbeiten, die ich mit Lackbildern aus meiner Kindheit verbinde.

Am Nachmittag werde ich während der Finissage der Ausstellung SchattenRäume von Sybel.m, Regie- und Medienkünstlerin, beschenkt, denn sie hat ein paar Fotos von meiner Installation zu meiner Verwendung gemacht.

22.11.2018 Don`t Lie To Me
Habe grade auf Youtube gesurft. Der Song “Don`t Lie To Me”  ist von Barbra Streisands aktueller CD, von deren Existenz ich bis Dato gar nichts wusste und die ich demnach auch noch nicht haben kann. – Wie auch.
Ich habe mich gefragt, ob Donald Trump in die Auswahl seiner Abbildungen in dem Videoclip zum Song einbezogen wurde? Aber weil er leider eine Person der Öffentlichkeit ist, kann das ausgeschlossen werden.

18.11.2018 Sehen wir uns morgen?
Liebes Du
,
ich hoffe wir sehen uns morgen zum Künstlerinnengespräch – Das politische in unserer Kunst, Galerie VBK, Schöneberger Ufer 57
Termin:
arts club, 19.11.2018, 19 Uhr
Ich freue ich auf dein Kommen!

17.11.2018 Gute Nacht Film


15.11.2018 Hurra- Artikel von Dr. Barbara Borek, ist heute in der art in Berlin veröffentlicht wurden
Es heißt darin “die gemeinsam die Idee zur Ausstellung entwickelten und diese kuratierten. Licht und Schatten agieren als thematische Verbindung, die teilweise anlässlich der Ausstellung entstandenen Werke sich gegenseitig inspirieren. Das Konzept ist aufgegangen, eine poetische und sehenswerte Schau entstanden.
(…)
Ebenfalls großformatig die Installation Undichte StellenRückbau (Styropor, beschriftete Textrollen, Spielzeugbagger, 2018) von Andrea Streit, in der sie ihre Erlebnisse während eines Arbeitsstipendiums in der Grenzstadt Frankfurt/ Oder verarbeitet hat. Der brutale Stadtrückbau, die völlige Perspektivlosigkeit der Bewohner_innen sowie deren Biografien sind Elemente ihrer anklagenden Installation, die für die aktuelle Ausstellung entwickelt wurde.”
http://www.art-in-berlin.de/incbmeld.php?id=4853

Gedächtnisprotokollrolle

14.11.2018 Sandra hat uns eine Einladungskarte für das Künstlergespräch gestaltet.


13.12.2018 Storyboard “SchattenRäume”


11.11.2018 art in berlin

Hatte heute Galeriedienst. Eine Frau Dr. … besuchte die Ausstellung und machte Notizen für einen Artikel für das Online Magazin art in berlin. Der Artikel wird voraussichtlich am Donnerstag erscheinen. Meine Freude war groß. Ich teilte es gleich meinen Ausstellungskomplizinnen per Kurznachricht mit.
Eine Besucherin hatte sich derweil festgesessen bei Sandra Schmidt´s Installation “Randgebiete“. Sie  schaute versonnen auf einem kleinen Stuhl sitzend den von der Decke schwingenden 150 Papierhäusern und deren Schatten zu und verfiel völlig den musikalischen Klängen  der benachbarten Installation “Babel” – die ebenfalls Sandra Schmidt´s Handschrift trägt.
Vielleicht, sagte die Frau zu mir, kann sie nie mehr von hier weggehen!

9.11.2018 Vernissage “Schattenräume”, am 9.11.2018
Die Eröffnung war Bombe. Die Ausstellungspräsentation beseelte die Gäste, was von vornherein schon mal gut war. Gut war auch, das Sabine Schneider, 1. Vorsitzende des VBK, eine gute Figur mit ihrer Eröffnungsrede machte, genauso wie Helga Wagner mit ihrer knappen und prägnanten Einführung in die Ausstellung. Der anschliessende musikalische Beitrag von Corinne Douarre mit eigenen Chansons war krönender Abschluss und hätte mich beinahe zum Flennen gebracht.
Ich hatte einen schönen Abend rundum und ich hoffe die anderen Anwesenden auch.

6.11.2018 Ausstellungsaufbau “SchattenRäume” hat heute begonnen

Aufnahme, 18:12 h, Galerie VBK

2.11.2018 Vorschau auf die Ausstellung “SchattenRäume“, in der Galerie des VBK, am 9.11.2018

31.10.2018 Bin wieder im Atelier, wo auch sonst!

Ausschnitt aus…

Die schönste Zeit verbringe ich im Atelier beim erfinden, in dem ich die “Dinge“ laufen lasse. Aber was heißt das “laufen lassen“? Ich bin nicht ohne Kopf!

30.10.2018 Ateliervisite

 

 

 

 

 

 

 


27.10.2018 Atelier und Nachdenken über Neo Rauch

Habe über die Mediathek einen Film über Neo Rauch gesehen, der bei arte kürzlich ausgestrahlt wurde. Bemerkenswert, dass Rauch seine Motive dem Kopf entnimmt, wie ich das Alphabet. Und sonst, ich weiß nicht. Mag sein, dass seine Bilder auf dem ersten Blick erstaunlich wirken. Ich hatte allerdings immer schon eine gewisse Zurückhaltung ihm gegenüber empfunden. Wusste aber nicht recht warum. Jetzt nach diesem Film und nach einer Buchausleihe aus der Bibliothek sehe ich dieses:. Rauch’ s romantisch, historische Bildwelten, sind einer anderen Zeit zuwendet. Steigern tut der Maler das noch in dem er seine Protagonisten in rätselhafte Welten einwebt. Womit ich nicht warm werde. Seine Figuren wirken illustrativ, sind flach und mit der Bildfläche fest verklebt. Die Malerei wirkt erstaunlich ostdeutsch auf mich, was ich unheimlich finde 28 Jahre nach der Wiedervereinigung. Seine Arbeiten, nicht alle,  beziehen sich  auf die Vergangenheit. weiß  Ein Historienmaler ist er aber nicht. Ich frage mich, inwieweit der Künstler mit der Gegenwart in Verbindung steht noch sein möchte? Hm, das Denken ist noch nicht zu ende gebracht.

 

25.10.2018 Rätselhafte Arbeit

Atelier

20.10.2018 “Here I’m“ – Marla Glen im Konzert

Plakat zum Konzert

Ich höre ihre Musik seit gut fünfzehn Jahren und. wenn ich im Atelier oder Zuhause ihre Songs höre, tanz ich dazu heftigst körperlich ausladend. Dass ich sie nun real in einem Konzert erleben sollte, daran war nie zu denken. Das es in Wissen war, ist dabei nebensächlich. Ich erinnere mich an den ersten Augenschein bei Marla Glens Auftritt.- Eine Erscheinung mit Herrenhut, Anzug, Hemd, Krawatte und Halbschuh betritt die Bühne.  “I’m singer“ sagt sie, sagt er (?) mit tiefer rauer Stimme und stimmt sogleich den Song “Travel“ an.

20.10.2018 walk for freedom, Siegen

In der Siegener Innenstadt traf ich auf Demonstranten gegen Sklaverei. Sie waren uniformiert und gingen stumm in einer Reihe hintereinander und das langsamen Schrittes. Als ich ihnen begegnete, dachte ich sie gehören einer Gruppe Künstler an, die gemeinsam einer performativen Idee nachgehen. Warum sie in Siegen das tun, konnte ich mir freilich nicht zusammenreimen. Nach dem mir dann bekannt wurde, wer sie sind, war der Eindruck kein anderer geworden. Ich erkannte an, dass die hier gewählte performative Form der Demonstration Kunst ist und dass sie ausgesprochen wirkungsvoll ist, denn sie spricht die Emotionen der Beteiligten an. Ich befürwortete das politische Statement der Demonstration vollumfänglich und die gewählten Mittel der Kunst. Jetzt in der Rückbetrachtung sehe ich eine Gefahr der Manipulation beim Einsatz von Kunst. – Deswegen wachsam sein, Kunst darf sich nicht zum Boten anderer machen. 

18.10.2018

16.10.2018

Heute an dem gemalt.

15.10.2018
Höre im Atelier gerade das über sechszehn Stunden lange Hörbuch “Der Untertan” von Heinrich Mann. Das Werk wurde mir in der Schule bereits zum lesen vorgelegt und gewiss hatte ich auch eine Verfilmung im Bildungssender – dem DDR II davon gesehen.
Das DDR II hat derzeit parallell zum Schulstoff Programme ausgestrahlt, die dem Schüler beim lernen unterstützen sollten. Ich habe davon reichlich gebrauch gemacht und die meiste Schullektüre lediglich als Film gesehen.  Bei
m “Untertan” war es freilich anders gewesen. Dem war ich als Leserin schnell verfallen. Wie das Buch auch schon anfängt: “Diederich Heßling war ein weiches Kind…”. Das war und ist so eingängig, hat sich gleich in meinen Kopf eingepflanzt und an Bewunderung an nichts eingebüßt. Und jetzt wo ich das Buch vorgelesen bekomme, ist die Figur des Diederich vom H.Mann so dicht beschrieben an mein Ohr gekommen, dass ich den Diederich direkt riechen kann. Das ist famos, wunderbar, aber auch bissel unheimlich.

3.10.2018 Atelier
Brüte über einer großformatigen Zeichnung, für die ich schon einen Titel habe und er lautet: Frisuren und Posen.

29.09.2018 Besuch einer M.C.Escher- Ausstellung in Leeuwarden
Vor wirklich langer Zeit war mir einmal in einem Buchladen die Ausgabe “Der Zauberspiegel des M.C.Escher, Teil I und II” in die Hände gefallen, aber ein Original hatte ich nie zu Gesicht bekommen. Nun aber begegnete ich ihm im Fries Museum, seiner Geburtsstadt Leeuwarden/NL. Die Ausstellung “Escher auf Reisen” ist noch bis zum 28.10.2018 zu sehen.
Wirklich beeindruckt hat mich seine Präzession, mit der er seine Drucke ausgeführt hat. Besonders hervorzuheben sind dabei die Hochdrucke. Seine Motive mit den Echsen, die vom räumlichen ins abgebildete “Papier” treten, hat dazu geführt, dass ich mir nachträglich gleich mehrere Echsenmotiv-Postkarten mit gleicher Abbildung gekauft habe.
Weil ich nicht allein in der Ausstellung war, hörte ich mich etwas um. Auf meine Frage einer meiner Begleitungen, wie sie die Ausstellung empfindet sagt sie: “Ja ganz schön, aber auch bissel wie eine Bauzeichnung.” Auf Nachfrage erfahre ich, dass ihr die künstlerische Idee fehlte. Den Gedanken fand ich interessant und teilte ihn auch in Gewisser Hinsicht. – Nichts detso trotz, Escher wird in meinem Kopf bleiben.

22.9.2018 Erneutes Arbeitstreffen mit Helga und Sandra
Heute bei Sandra gute vier Stunden konzentriert gearbeitet. Layout der Einladungskarte besprochen. Pressetext ist bis auf ein kleines Detail auch geschrieben. Gehe zufrieden nach Hause.

21.9.2018 A. kommt nach einem Besuch im Kupferstichmuseum zu mir
A. besucht mich in der Ausstellung “Gebundene Zeit”, wo ich Aufsicht habe. Sie nimmt bei der Gelegenheit einen Probedruck ihrer Aquatinta mit. Ich empfehle ihr, den Druck zu pressen bis das Büttenpapier völlig getrocknet ist. A. bekundet, dass sie eine zweite Aquatinta anfertigen möchte. Wir werden uns zu diesem Wunsch wiedersehen, wann wissen wir noch nicht.

20.9.2018 Zweite Tag in der Werkstatt
Heute mit A. geätzt. Während der Arbeit trinkt sie Club Cola und isst selbst geschmierte Brötchen mit veganer Wurst  (das Wort Wurst hinter vegan klingt irgendwie unwirklich). Da sie die meiste Zeit gestanden hat beim arbeiten, tun ihr zu Feierabernd tüchtig die Füße weh. Nichts desto trotz hat sie nach Mitternacht noch Antrieb genug, im Kreuzburger – in Kreuzberg, einen veganen Bürger zu verschlingen.  Während der Speisung erfahre ich, dass sie happy ist, weil man auch zur tiefsten Schlafenszeit, was leckeres zu essen bekommt.

A. trocknet den Asphaltlack für den nächsten Ätzvorgang

19.9.2018 Neue Gästin für das Handwerk der Radierung
A. möchte ätzen und wir verabreden uns in der Druckwerkstatt zu diesem Anlass. Die Hauptanteil des heutigen Arbeitspensums verbringt A. mit der Vorlagenzeichnung für den Druck. Es werden zu diesem Zwecke auch Studien von Körperpartien gemacht, die sie in ihre Zeichnung einarbeitet.

A. bereitet die Vorlage für den Druck vor

15.9.2018 Arbeitstreffen mit Helga und Sandra
Treffen uns in Helga`s Atelier. Die gemeinsame Ausstellung “Schattenräume”, November 2018, soll vorbereitet werden. Die Anfahrt war problematisch – überall Straßenabsperrungen in der City wegen einem Marathonlauf.
Zu guter Letzt aber angekommen und die Einladungskarte und was jede ausstellen möchte besprochen. Nächstes Treffen bereits nächste Woche. Es soll jetzt stramm alles erarbeitet werden, damit am Ende keine Hektik aufkommt.

13.9.2018 Ein Tag der Vernissage “Gebundene Zeiten”, Galerie VBK

Mein Ausstellungsbeitrag.


7.9,2018 Dionne Warwick mit der Neuen Philharmonie Frankfurt in der “Elbphi” zu Hamburg
War gestern zum Konzert im großen Saal der Elbphilharmonie von Dionne Warwick. Die Sängerin (*1940) ist in die Jahre gekommen. Da verwundert es nicht, dass die Stimme nicht mehr so kraftvoll und sicher ist. Geblieben ist die unverwechselbare Stimmfarbe. Ihre Songs “Don’t Make Me Over” oder “I Say A Little Trayer” trag ich im Herzen und auf CD. Sie sind zeitlos, obwohl schon ein halbes Jahrhundert alt.
Aufregender wie das Konzert war die Ansicht und Innenansicht der Elbphilharmonie. Das Außen ist Bombe, um es kurz zu sagen. Überhaupt das ganze Ensemble in der Hafen City gefällt mir sehr, irgendwie monumental und zugleich Marine-Speicherstadt anmutend, mit vermutlich neuen Nutzungskonzept.
Hinein in die “Elbphi” gelangt man über eine steile abgerundete Rolltreppe, die einem den Blick nach vorne und irgendwann auch nach hinten versperrt. Die Treppe ist wirklich sehr steil und es dauert gefühlt voll lange, ehe man ankommt. Leider wird es dann langweilig, weil der Besucher nur auf fade weiter führende, selbst zu begehende Treppen schaut, also einen ungestalteten Raum der – wohin das Auge auch blickt. Das wiederholt sich vom achten (geschätzt) bis in den sechszehnten Stock beliebig.  Abwechslung bietet allenfalls die in der Mitte des Gebäudes herum geführte Terrasse, der ich auch von außen schon Anerkennung und Aufmerksamkeit schenkte. Auf ihr kann der Gast einmal um das monumentale Gebäude laufen mit Blick auf die Binnenalster und die benachbarten Gebäude der Hafen City. Auch eine Bar und ein Restaurant bietet die Mitte der Elbphi. Das wiederum ist schön, dass ich nach dem Konzertbesuch das Erlebte noch bei einem kleinen Plausch ausklingen lassen konnte.
Zu guter Letzt der “große Konzertsaal”, der vier steil liegende Ränge plus Parkett sein eigen nennt. Bemerkenswert und zugleich total absurd, dass das Orchester sich vor einer Art Wellnes-Oase befindet, jedenfalls verortete mein Gehirn die wabenartige Oberfläche der Wände, die hinter dem Orchester auch noch dunkeler eingefärbt sind. Die anderen Wände sind weiß, aber auch wabenartig. Da habe ich natürlich gleich an Styropor gedacht mit dem ich ja gelegentlich arbeite.
Schade das Innen und Aussen keine Einheit bilden. Innen schwächelt es wirklich sehr. Es ist bieder und ich würde ungewusst des Baujahres der Zeit  der Erfolge der Sängerin Warwick zu ordnen.
P.S. Mir kam die Berliner Philharmonie ins Gedächtnis. Wieviel zeitgemäßer sie doch auf mich wirkt, dabei ist die nun wirklich aus der Zeit als Warwick die “Bretter der Welt” erklomm.

Elbphilharmonie Hamburg


5.9.2018 Empfehlung “Tag des offenen Denkmal”

Am 8.9.2018 nimmt der VBK (bin Mitglied) erstmals mit seinem Vereinshaus  am “Tag des offenen Denkmals” teil. Höhepunkt ist eine Einführung durch den Stadthisoriker Dr. Goebel mit anschließender Dachstuhlbegehung.
P.S. Unser Vereinshaus ist 1858 erbaut und bauhistorisch eine Perle des Spätklassizismus. Die Einführung beginnt 15 Uhr.
Adresse:
Schöneberger Ufer 57, 10875 Berlin

3.9.2018 “Gundi” kommt, ist Bombe!
Gestern im Kino den Film “Gundermann”,  in der Regie Andres Dresen gesehen. Dresen erzählt aus dem Leben des Liedermacher und Baggerfahrer Gerhard Gundermann. Der Sänger hat seltsamer Weise in meiner Musikbiografie keine Rolle gespielt, was mich heute erstaunt.
Der Regisseur hat ein interessantes Porträt von seinem Protagonisten gezeichnet. So widersprüchlich der Gundermann war, so echt ist er auch. Ich hätte ihn gern kennengelernt.
Während des letzten Abspanns, Gundermann stand noch mal auf der Bühne und sang, da kullerten mir Tränen über mein Gesicht. Diese Tränen galten nicht nur der Filmfigur, sondern auch der Zeit, die ich selbt in der DDR verbracht hatte. Da war Freude wie Schmerz, ganz nah beieinander.
Der Film ist Bombe, sehr zu empfehlen.
P.S. Die Rolle eines Baggerfahrers statt mit einem Mann mit einer Frau zu besetzen, das ist eine der kleinen Aufmerksamkeiten, die ich an Dresen´s Handschrift besonders mag.

29.8.2018 Museum Gronigen/NL

Sass heute im Museumscafe in Groningen, das nicht unweit vom Bahnhof liegt. Entdeckte dieses Modell (von?) im Foyer.

27.8.2018 Druckwerkstatt des VBK

22.8.2018 UFA Filmnächte
Habe gestern den Eröffnungsfilm der UFA Filmnächte “Der Geiger von Florenz” mit Elisabeth Bergner, Regie/Drehbuch Paul Czinner, 1925/26 gesehen. Der Film wurde mit Fördermitteln der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, dem ZDF und Arte aufwendig restauriert. Man erlaubte sich den Abend denn auch mit einen kurzen Einspielfilm zu dieser Tatsache zu beginnen. Danach trat die Schauspielerin Maria Schrader vor das Mikrophon. Sie lobte den Sponsor der Restaurierungsmassnahmen, dann aber verlor sie ein paar Worte über den Film und seine eigens für den Abend neu komponierte Musik.
Heute sah ich eine Reportage im rbb zur Eröffnung der UFA Filmnächte. Schrader wurde darin auch interviewt. Sie bekennt,  dass den Film nicht kannte.
Nachträglich wird mir nun klar, warum ihre Rede so Fremdwissenvorgetragen klang.
Zum Film selbst, nun, die Geschichte und die Regie ist banal und einfach gestrickt. Es gibt wirklich sehenswertere Stummfilme als diesen. Interessantes findet sich in der Darstellung der Beziehungen zwischen Renée (Elisabeth Bergner) und ihrem Vater (Conrad Veidt), dem Maler (Walter Rilla) und seiner Schwester (Grete Mosheim),  sowie der Schwester des Malers und Renée. Vater und Tochter, wie Schwester und Bruder haben für unsere Zeit ein ungewöhnlich inniges, betont körperlich-erotisches Miteinander dargestellt. Die homoerotischen Momente zwischen Renée und der Schwester des Malers bleiben da weit zurück an Unanständigkeit.
Ich frage mich, ob die benannten filmischen Zeichnungen die Wirklichkeit abbildeten oder nicht? Die 20iger Jahre waren laut Überlieferungen in vielerlei sehr offen, aber gestatteten sie derlei verwandtschaftlichen Kontakt ohne diese Beziehung zu sexualisieren?


21.8.2018 Kommentar zu “Der Anfang meiner Ansiedlung”
M. besucht mich am Abend in der Druckwerkstatt. Für einen Plausch setzen wir uns in den Hofgarten ins Dunkle. Es ist warm.
M. kommt auf den Film zu sprechen. Sie habe die Erzählerstimme erst gar nicht erkannt, aber die Stimme von Nancy empfand sie als herausragend.

20.8.2018 Druckwerkstatt des VBK
Ich habe überraschend Besuch bekommen und nutze die Gunst der Stunde die junge Dame gleich in das Handwerk der Radierung einzuführen. Sie erweist sich als aufgeschlossen und geschickt. Da sie mit ihren neun Jahren bereits “tonnenweise” Literatur über physikalische Zusammenhänge liest, kann es freilich sein, das dieser zwar frühe, aber kurze Eindruck nicht ausreicht, sie auf eine künstlerische Laufbahn vorzubereiten. (Hi.)

 
Mein Besuch fertigt seine erste Kaltnadelradierung an. Es wird eine Blume.

Heute: Aquatinta für den Kasten des Künstlerbuchs hergestellt. Anbei der erste Probedruck.

18.8.2018 Arbeitstreffen
Avijah und ich treffen unszum Datenaustausch, Pläne schmieden und Speisen. Wir verabreden ein nächstes Arbeitstreffen im September. Für die Zeit bis dahin nehmen wir uns vor die 121 GB Filmmaterial sichten. (Puh, ich bin jetzt erschöpft.)

17.8.2018 Erstaufführung des Animationsfilm “Am Anfang meiner Ansiedlung”
Heute nun, der Tag der Wahrheit. Erstmals gebietet das Filmteam dem begehrlichen Publikum ihr Filmwerk.
Der Abend beginnt schon gleich vielversprechend mit dem Eintreten freundlicher Menschen aus Berlin, Köln und Brüssel. Eine Dame hebt sich unter ihnen hervor durch ihr Mitbringsel, ein goßes Backblech voll Gemüsequiche. Eine andere Dame hatte sich zuvor ebenfalls hervorgetan durch das Herantragen von Getränken und Servietten und Bechern, die sie ganz auf einen Tisch zum freien Konsum darbot. Unter diesem guten Stern nun begann der Filmabend in HD Format. Dank zweier großer Boxen und einem Tuner, welche wir zuvor von Zuhause herangetragen hatten – erlebten alle die Vorführung in optimaler Kinolautstärke.
Nach der Betrachtung des Films gab es einen ordentlichen Applaus, die Filmerinnen. Zudem wurden Sachen gesagt wie: die Hintergrund-geräusche zu den Animationen passten gut und dass der Film ihnen neue Denkanstöße gibt. Es wurde auch gefragt, wie lange wir für den Film gebraucht hatten und ob unser nächster Film bereits in Produktion ist (das Publikum sah 2019 für realistisch)?
Sie seien jetzt gerade so in der Geschichte drin, sie wünschten sehr, dass die Geschichte weitergehe.
Ich erklärte, dass sei nicht ausgeschlossen, aber es sei noch nicht geplant. Wir würden aber von uns hören lassen.

 

11.8.2018 Künstlerduo Nathalie Djurberg & Hans Berg
Eine Empfehlung von Künstlerkollegen Christoph Damm, der kürzlich im Moderna Museet, in Stockholm, eine Ausstellung mit dem Künstlerduo Nathalie Djurberg & Hans Berg gesehen hat. Vielleicht interessiert das auch noch andere.

26.7.2018 Ein Ateliertag

Zum Feierabend immer noch nicht fertig

22.7.2018 Ausstellung, Bilder aus der SBZ/DDR in Halle an der Saale ist öde gewesen und Rink in Leipzig, na ja
War heute mit dem Kunstverein Pankow in der Ausstellung Wege der Moderne. Kunst in der SBZ/DDR 1945 bis 1990 in der Moritzburg zu Halle an der Saale. Die Ausstellung wurde aus dem Fundus der eigenen Sammlung zusammen gestellt.  Die meisten ausgestellten, ausschießlich männlichen Künstler waren mir nicht bekannt bis auf Ausnahmen wie Böhm und Schleef. Ob es nun an der Auswahl der Werke lag, der Enge in den Ausstellungsräumen oder an der langweiligen Führung der Schau, jedenfalls war ich froh als ich wieder draußen war.

Hof der Moritzburg Halle an der Saale

Danach ging es noch zu Arno Rink nach Leipzig ins Museum der bildenden Künste. Wie groß und hoch dort die Räume sind, das machte mir gleich den eigenen Kopf ganz frei.  Wie großartig dann auch die Ausstellungsführungs-Frau auf mich wirkte, was sie alles wußte, welche Bezüge sie veranschaulichte – da war einfach alles rundum gut.
Der Maler Rink begegnete mir hier erstmals. Er ist in meinen Augen ein Grafiker. Ich kam zu dem Schluss, das er nicht so meins.- Vielleicht weil ich eine große Distanz von seinen Arbeiten zu seinem Betrachter empfunden habe, den er mittels seiner Farbpalette und seiner konstruierten, hochverkopften Arbeitweise auf immer denselben Abstand hält.
Nichts desto trotz ist die Ausstellung sehenswert. – Und das Museum ist sowieso immer einen Besuch wert. Ich konnte auch noch einen kleinen Ausflug zu Paul McCarthy & Christian Lemmerz und Titus Schade im Haus machen, bei deren zeitgenössischen Positionen ich mich  sehr wohl fühlte.


17.7.2018 Ein Ateliertag

Meine Eitempera am Ende des Tages

15.7.2018 Maria By Callas
Mit M. endlich heute in  Maria by Callas gewesen. Besonders am Anfang plänkert der Film so vor sich hin. –  Der Regisseur Tom Volf kam schwer in sein eigenes Vorhaben hinein, also reiht er einen ihrer Auftritte an den anderen. – Schaut, ob sich dabei in ihm selbst was rührt. – Sich endlich eine Filmidee damit verknüpfen läßt. Aber muss ich deswegen ins Kino gehen? Schön Zuhause sitzen und bei Youtube durchsrollen ginge auch? Es war dann doch interessant zu sehen wie diese Frau und Operngröße sich im Lauf ihres Lebens veränderte und ihr maskenhaftes, gefühlsarmen Äußeres von ihrer künstlichen Gestalt befreite. – Nun endlich weich und lebendig wurde. Meine Küchenpsychologie läßt vermuten, dass ihre Bekanntschaft mit Aristoteles Onassis  damit in engem Zusammenhang stand.

15.7.2018 Trailer zum Film “Der Anfang meiner Ansiedlung”
Der Trailer ist freigeschaltet bei https://www.youtube.com/watch?v=QjimO83bMcI
Viel Spaß!

14.7.2018 Nachrichten aus der Medienwerkstatt
Trailer mit knappen sechsunddreißig Sekunden ist fertig. Jetzt sitzen wir am Ton für den Abspann.

Trailer bekommt den letzten Schliff

Mache mit bei Offene Ateliergarten bei Sandra Schmidt, Rosenthal-Pankow, 25. und 26. August 2018 mit.

13.7.2018 Nachrichten aus der Medienwerkstatt
Avijah und ich sitzen immer noch (22:42 Uhr) am Filmschnitt. Machen den Trailer. Verbringen viel Zeit mit warten und warten, dass das Projekt geladen oder gespeichert oder …wird. Es ist ermüdend. M. hat uns Essen von Monsieur Vong vorbeigebracht, dass wir mit Blick auf das Bethanien am Mariannenplatz genußvoll und hungrig verspeisten. Für Avijah war es das erste Mal, dass sie mit Stäbchen gegessen hat.

12.7.2018 Komische Oper Berlin
Heute in der Komischer Oper zu Pelléas et Mélisande von Claude Dubussy gewesen. Ebenfalls wie am Vorabend ein musikalisches Drama, aber durchsetzt mit schöner Meloncholie. Dachte in einigen Passage an Philip Glass und fragte mich, ob er sich wohl von Dubussy inspiert fühlt.
Zu gestern: Ich kann nicht sagen, welchen der beiden Opernabende ich den Vorzug gebe. Ich denke, ich möchte beide noch einmal sehen und am liebsten an der Komischen Oper.

11.7.2018 Komische Oper Berlin
Heute zum zweiten Mal  in der Komischen Oper Berlin Die Gezeichneten gesehen. Habe strahlend das Opernhaus verlassen.

Plakat der Oper

10.7.2018 Pflanz was!
Mit N. Rad gefahren und an einem Standort  von Pflanz was! vorbei gekommen. Das Gartenprojekt hat Vattenfall 2016 ins Leben gerufen. Es gibt derzeit zwei Standorte in Mitte. Vattenfall  stellt der Welt in Aussicht weiter zu expandieren können wir später bei unserem Besuch vernehmen.
Das Konzept, jeder kann kommen und den “Garten” nutzen. Ob er nun darin arbeitet oder abhängt, ist dem Betreiber egal. Denn für alle Fälle sind in den Monaten März bis Oktober Studenten vor Ort, die alle Pflanze hegen und pflegen. Laut Aussage des angetroffenen Studenten nutzen vor allem die Anwohner den Garten. Sie würden verschiedenes anpflanzen, dann das Wachstum  bestaunen und auch ernten. Allerdings sei es so mit den Beeten, alles gehört allen. Ob das geerntete unbedenklich ist, wo doch der Garten direkt an der viel befahrenen Köpenicker Strasse liegt, frage ich? Er antwortet, dass es Bestimmungen gibt, das Lebensmittelpflanzen mindesten zehn Meter vom Fahrstreifen entfernt sein sollen, so der Gesetzgeber. Dabei zeigt er auf die Gartenfläche und ohne ein Messband anzulegen, wissen wir, dass das keine zehn Meter sind.

9.7.2018 Es geht wieder einmal in die Medienwerkstatt

Bei der Arbeit, Medienwerkstatt

Am Donnerstag bin ich wieder in der Medienwerkstatt. Heute schon mal Zuhause bissel aufgeräumt für meine Filmpartnerin, die bei mir unterkommt. Speiseplan habe ich noch nicht geschrieben. Morgen muss ich noch Vita Cola und Schokolade kaufen. Ohne diese Lebensmittel kann sie nicht denken. Ansonsten lebt sie aber ganz gesund. ________ Meistens.

24.6.2018 Letzter Öffnungstag von 48 h Neukölln

Heute immer mal wieder Regen. Hoffe, dass sich dennoch Besucher auf den Weg machen und natürlich auch bei mir reinschauen. 14  bis 18 h ist geöffnet bei mir, also los!

22.6.2018 Start von “48 h Neukölln 2018” in meinem Atelier

Mit den Gästen komme ich schnell ins Gespräch. Hauptattraktion ist die in der Mitte des Raums stehende Drehortkulisse des Animationsfilms. Es wird spontan ein erster Vorführtermin für den Film vorgeschlagen für den Abend des 17.8.2018 und eine Liste für die Einladung angelegt. Im Laufe des Abends kommen weitere dazu.
Erst 00:30 Uhr verlasse ich mit den letzten Gästen das Atelierhaus.

16.6.2018 Bauarbeiten abgeschlossen

Atelier

Die Drehortkulisse für den Animationsfilm “Der Anfang meiner Ansiedlung” ist komplett aufgebaut. Sie ist 1500*2500*2300 cm groß. In ihr habe ich eine Toninstallation integriert, mit atmosphärischen Tönen zur Drehortkulisse. Diese wird nun bei “48 h Neukölln” präsentiert. Ich bin gespannt, wie sie auf meine Besucher wirkt.
Der Statiker ist für´s Erste zufrieden mit meinen Bauarbeiten. (Siehe auch 13.6.2018)

15.6.2018 Bauarbeiten gehen weiter

Atelieransicht mit neuem Unterbau für die Installtion

Endlich steht mein neuer Unterbau. Er ist ganz schön schwer. Habe Rücken.

13.6.2018 Bauarbeiten des Unterbaus wegen Einsturzgefahr

Aufbau eines neuen Unterstands für die Installation

Ich baue um. Der Unterbau meiner Installation “Eintritt frei – Eine Alternative geht noch”, die gleichfalls auch die Kulisse des Animationsfilm “Der Anfang meiner Ansiedlung”war, hatte ganz schön unter den Filmarbeiten zu leiden. – So sehr, dass sie eine beängstigende Schräglage aufwies und der Statiker die Dreharbeiten als vorzeitg beendet ansehen wollte. Meine Filmpartnerin reagierte prombt darauf. – Sie wollte dem Film eine neue Wendung geben, in dem sie der Storry eine Actionszene einbaute. Man müsse mit den neuen Gegebenheiten etwas machen, wenn die Drehortkulisse denn nun einstürze, war ihre Meinung.
Ich sah schwarz und sah zu, dass ich die Installation für die restliche Dauer des Filmdrehs ausreichend gesichert bekam. Der Statiker gab letztlich klein bei, als ich ihm zusicherte, dass ich den Unterbau nach Drehschluss neu baue.
Jetzt baue ich wie versprochen aus schweren Kanthölzern einen neuen Unterbau.

8.6.2018 Besuch des Deutschen Theaters Berlin, in “Medea Stimmen” in der Regie von Tilmann Köhler
Ich war in der Aufführung “Medea Stimmen” nach Christa Wolf im Deutschen Theater zu Berlin. 
Wolf hat “Medea Stimmen” 1996 veröffentlicht. Ich habe es mindestens zweimal gelesen. Es ist wie gute Butter in meinen Kopf eingegangen.  Im Theater erreichte mich nun der Text der Wolf nach Jahren wieder. Gleich mit dem ersten ausgesprochenen Wort der Bühnenfassung befand ich mich in einer angenehmen Aufregung, die bis zum Ende anhielt.
Nach dem Schluss vom Schluss ging es aber weiter. Die Lichter waren auf der Bühne unlängst erloschen und nun von Dunkelheit vollkommen benetzt. Mucks mäuschen still war´s, da konnte ich – in mir ein Gefühl von großer Erhabenheit, die keine Worte verlangte noch wünschte, empfinden. Was für ein Moment von Tiefe mir da gestattet. – Danke DT. Dies wurde freilich von dem ersten Applaudieren abgelöst, welches die Zuschauer nach und nach in Bewegung zurück brachte, auch mich. Schließlich geht Leben weiter.

4.6.2018 Heute gemalt
Die Installation steht noch. Bin lediglich dazu gekommen die Lichtquellen wegzuräumen. Machte einen kleinen Ausflug zum Tempelhofer Feld mit A.s neuem Fiat am Nachmittag und widmete mich meiner Malerei bis in den späten Abend.

 

3.6.2018 Der Film ist abgedreht
Ich habe etwas aufgeräumt, geordnet, entfernt. 

26.5.2018 Blick ins Atelier
Drehort für Animationsfilm http://www.a-streit.de/animation-2018/ und Malstudio. Der Raum ist  eng und beide Aktivitäten gehen nicht zur selben Zeit. Es findet ein stetiges schieben von Lampen und Staffelei statt.

16.5.2018 Idee für eine installative Arbeit zur Ausstellung Schattenräume notiert.
(Ausstellung geplant für November 2018)

Das Thema der Arbeit beschäftigt sich mit dem Mensch im Kapitalist. Es gibt einen ersten Textentwurf und Skizzen in meinem kleinen roten Buch.

12.5.2018 Besuch der “Bayrischen Staatsoper” zu München, in “Die Gezeichneten” von Franz Schreker.
Inszeniert von Krzystof Warlikowski

Dachte nicht, dass man ein Opernwerk wie das von Schreker mit Quatsch bedecken kann, aber Warlikowski hat es mit überfrachtenden Bilderrätseln doch tatsächlich geschafft.

3.2.2018 Was tut eine unerleuchtete Künstlerin nun damit – macht sie Kunst oder nischt?

Das diesjährige Kunstfestival “48 h Neukölln” steht unter dem Schlagwort “NEUE ECHTHEIT”. Weiß nicht, ob ich schon mal ratlos war, aber nun bin ich es. Ich habe keine Ahnung, was die Kuratoren damit meinen!
Weil ich so in Ahnungslosigkeit schwimmte, war ich ganz Dankbar über das Angebot zu einer Vorbereitungsrunde, am 1. 2. 2018,  eingeladen worden zu sein. Ich ging auch hin, hoffte auf Erleuchtung, aber die kam mir nicht.
Was tut eine unerleuchtete Künstlerin nun damit – macht sie Kunst oder nischt?
Da muss ich mal ernsthaft nachdenken. Vielleicht kommt mir im Schlaf oder beim Gehen eine Erleuchtung? – Die Hoffnung stirbt besaglich zuletzt.