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25.01.2026 Das kleine und das große Glück
Zur Abwechslung einmal einen Spielfilm angesehen, statt Dokumentationsfilm, was für mich immer auch mit Vermittlung von Wissen in Zusammenhang steht.
Der s/w-DDR Film Das kleine und das große Glück, in der Regie von Martin Heilberg, bildete mich aber auch. Nicht vordringlich. Vordringlich wurde ich unterhalten. Ausstrahlungsort war mein geliebtes Berliner Zeughauskino.
Zum Inhalt: Für den Bau eines Kupferbergwerks im Römertal, muss schnellstmöglich eine Straße vom zukünftigen Bauort, zum Hafen fertiggestellt werden. Neun Monate hat die 1. Brigade für die Fertigstellung, womit die Abhängigkeit von Kupferimporten aus der BRD der Vergangenheit gehören zur Verfügung gestellt bekommen.
Erika Brandt ist Brigadeleiterin der jungen unerfahren Menschen. Zusammen mit einer erfahrenen Brigade unter der Leitung von Anton Nowatzki sollen sie das Wunder verbringen.
Noch kurz zuvor wurde die Jungendbrigade für ihre langsame Arbeit kritisiert, die aber aus Mangel am konkreten Bauauftrag den Bauschutt nur von links nach rechts und wieder zurück schippten, um überhaupt etwas zu tun während ihrer Arbeitszeit.
Der Bauleiter Stockberger, genannt „Rübezahl“ lässt das nicht gelten. Gearbeitet werden muss, auch wenn man nicht weiß, was gearbeitet werden soll.
Die Lage ändert sich mit dem Eintreffen des Parteiauftrags, die Zufahrtsstraße zum Hafen zu bauen. Der kürzlich erst als Held der Arbeit gefeierte Schachtmeister Karl Schwalk wird den Bau durch seine Erfahrungen unterstützen.
Bei der Jungbrigade löst Karls Ankunft große Freude aus. Sie führt auch dazu, dass die Jugendlichen die Arbeit als Wettbewerb zwischen der Brigaden mit den älteren und erfahreneren Arbeitern durchführen.
Unter den wachsamen Auge des Parteisekretärs Buchner findet der Straßenbauwettbewerb statt. Die Regeln werden festgelegt. Die Jugendbrigade Erika Brand untersteht Karl, die der alten Hasen „Rübezahl“, dem einzigen Anwesendem mit abgeschlossenem Studium für Straßenbau.
Es kommt wie es kommen muss. Die Jugendlichen sind kräftiger und schneller, liegen vorn. Als dann bei den alten Hasen ein Bauabschnitt im Schlamm versinkt und sie den Schlamm ausschachten müssen, geraten sie gar zu weit im Wettbewerb nach hinten. Aber Karl hilft, schickt von seinen Leuten welche rüber. Was wäre das für ein Wettbewerb, wo der andere schon am Boden liegt, ist sein Statement zu seinem Hilfsangebot.
Allen geht es gut damit. Man kommt voran.
Als nach Tagen der jungen Brigade vor dem gleichen Problem stehen, entscheidet Karl, den betroffenen Streckenabschnitt nur auf 2,5 Meter Tiefe auszukoffern und eine Kieslage als Trennschicht aufzutragen. „Rübezahl“ ist empört, redet von Pfusch. Es kommt zu einer Prüffahrt mit schwerem Gerät. Alles hält. „Rüberzahl“ resigniert, beantragt eine Versetzung nach Rostock.
Die Arbeit geht weiter. Eine kurze Regenzeit kommt. Der „Pfusch“ hält auch diesmal weiter. Im Monat Mai erhält Karl und Erika Brand eine Prämienzahlung für ihr gute Arbeitsleistung.
Wieder vergeht Zeit, es kommt erneut zu Starkregen. Diesmal rutscht der „Pfusch“ ab. Bei der folgenden Arbeitssitzung wird Karl mit Vorwürfen überhäuft und auch Karrer, sein alter Kriegskamerad, vor dem Karl gewarnt wurde, zu dem er jedoch stand, fällt ihm in den Rücken. Karl flieht. Trifft auf Karrer, der in den Westen fliehen will. Da erkennt Karl das wahre Gesicht seines angeblich alten Freundes und geht zurück zur Baustelle und erarbeitet im Stillen Lösungsvorschläge für das Baudilemma.
„Rüberzahl“ wiederum erkennt, dass er die Flinte nicht ins Korn hätte werfen sollen, als er Karls Fehlentscheidung bemerkte. So bleibt er doch auf der Baustelle und übernimmt die gesamte Bauleitung aller Straßenabschnitte.
Friede Freude Eierkuchen, Karl legt seine Verbesserungsvorschläge dem Bautrupp vor. „Rübezahl“ hält sie für geeignet, wenn das benötigte Material dafür zur Verfügung steht. Auch dafür hat Karl ein Lösung. Er fährt zu seiner letzten Arbeitsstätte nach Magdeburg und bringt Material, Technik mit samt Straßenbau-Profiarbeiter. Der Plan für den Abschluss der Straße zum Hafen wird rechtzeitig erfüllt.
Das zwischen Karl und Erika Brand sich eine Liebesgeschichte entspann, ist sich selbst in allen Einzelheiten zu denken.
Fazit: Ich fühlte mich gut unterhalten. Es amüsierte mich, wie der Protagonist mit Fehler, die er nicht einsah, doch sich wand.
24.01.2026 Atelier
Hauptsächlich habe ich den Hintergrund bearbeitet und seine monotonen Farbflächen gebrochen. Ihm eine Chiffre zugeteilt, um den Raum, in dem sich die Figur befindet, lesbar zu machen. Nein das war nicht der Grund. Höhere Wesen haben befohlen: Tue es.

22.01. Spaziergang mit P.
Spaziergang mit P. vom Hermannplatz ausgehend, dann mitten durch die Hasenheide bis zum Columbiadamm. Alle Wege vereist im Park, dennoch der Natur trotzend vorsichtig gegangen. Auf Wunsch von P. auch das halbe Flugfeld des Tempelhofer Flughafen überquert. Hier kein Eis auf den alten Flugfeldbahnen. Nach zwei Stunden hatte die Kälte die Körper unter den Jacken erreicht. Wir gingen zurück, was wir hingegangen waren. Es dauerte, was es dauern musste. Nach dem P. in der U-Bahn verschwunden war, besuchte ich Lidl im Karstadt. Stand im Eingang. Wärmte meine Kleidung, wärmte mich. Vermerkte für mich selbst, dass ich gar nichts mehr über dieses Einkaufshaus weiß, die Umbauten nicht bemerkte: Beim Einzug von Lidl nicht dabei war. Nicht gesehen, nicht mitbekommen habe, wie die Bankschalter und Automaten der Deutschen Post zurückgebaut wurden, wo ich einst freundlich bedient wurde.
Die Räume, die wir nutzen, ändern sich. Wenn wir nicht anwesend sind, während sie sich ändern, tun wir so, als täten sie uns was schulden. Aber das tun sie nicht. Sie schulden nicht uns und wir nicht ihnen.
20.01.2026 Atelier
Neues Bild angelegt.

18.01.2026 Finissage mit Konzert
Marita Czepa, Absolventin der Akademie für Malerei, lud mich zur Gruppenschau Painting in Iceland, im Projektraum Kynak ein. Marita hatte einst Ausstellungen in der Werkstatt der Kulturen der Welt kuratiert. Als Künstlerin der sieben köpfigen Künstlergruppe newkölln stellte ich 2003 unter dem Arbeitstitel HeimArt Fotografien unter ihrer Leitung in ihrem Haus aus. So lernten wir uns kennen.
Die Ausstellung Painting in Iceland zeigte Arbeitsergebnisse ihrer gemeinsamen Malreise nach Island der aktuellen Akademieklasse. Einige Künstler hatten wie Marita ihren Abschluss schon in der Tasche hatten, während andere noch am studierten. Bis auf Marita, die kleinformatige Zeichnungen von gefundenen Dingen anlegte, stellten die anderen alle Landschaften dar.

17.01.2026 Atelier

16.01.2026 Zeughauskino
Das Zeughauskino präsentierte in seiner Reihe: Berlin. Dokument von Peter Voigt Dämmerung – Ostberliner Bohème der 50er Jahre, Deutschland 1993. Der Film erinnert an jene Jahre, in denen einige Ostberliner Lokalen eine kleine, eigensinnige Künstlerszene pflegten. Man trank viel, sprach noch mehr und begriff sich selbst als Vorhut. Es traten die damaligen Protagonisten – Werner Stölzer, Rolf Ludwig, Gerd Zeuchner, Barbara Brecht-Schall, Kurt Mühe, Heinz-Dieter Knaup, Ekkehard Schall, Stefan Lesewski, Karl Eduard von Schnitzler und Hans Stette – Jahrzehnte später erneut ins Licht der Kamera. Voigt selbst gehörte auch zu ihnen. Ihren Erinnerungen fügte der Regisseur zeitgenössische Ton-, Bild- und Textfragmenten hinzu. Die politischen Umstände der Nachkriegszeit im neu gegründeten Staat waren dabei immer anwesend.
15.01.2026 Vernissage
War mit Brigitte Bardot im artspring Pop Up Store, im Rathaus Centers Pankow, zur Vernissage. Seit Mai 2024 ist das Format an diesem Standort. Im September 2026 stelle ich selbst dort aus. Die Eröffnung: FRAME & FRIENDS, von Karø Goldt wurde mit einer Lesung und anschließendem Gespräch gestaltet. Ich nutzte meine Anwesenheit, mich mit den anwesenden Veranstaltern bekannt zu machen.
14.1.2026 Macht der Bilder und Das Kalte Herz
Im Rahmen der Ausstellung What If: A Change of Perspektive, der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB), lud die DGBN in die Aedes Galerie Berlin- Prenzlauer Berg, zum Vortrag Macht der Bilder ein. Die DGBN steht für Netzwerk, Wissen und System. Sie beschäftigt sich mit der Verbreitung von Bildern mit nachhaltiger Bauweise. Die Veranstaltung informierte über aktuelle Entwicklungen der DGNB, bot Gelegenheit zum Vernetzen und einen Blick hinter die Kulissen der genannten Ausstellung.
Die Veranstalter wiesen auch auf ihre neue Initiative shift globale architecture movement hin, die sich mit vermeintlich moderner Architektur beschäftigt. Diese müsse einer kritischen Prüfung unterzogen werden, denn Jahrzehnte lang wurde ohne Rücksicht auf lokale klimatische und kulturelle Gegebenheiten, soziale Strukturen, langfristigen Werterhalt oder ökologische Belastbarkeit gebaut. Sie beschäftigen sich z.B. mit der Frage nach den richtigen Bildern? Kritisieren, das zu häufig nachgebaut wird, was in bekannten Metropolen steht, ohne zu fragen, ob das für ihren Standort klimatisch und kulturell sinnvoll ist.
2/3 der Bürogebäude müssen im Sommer in Deutschland gekühlt werden. Sie sind nicht zukunftsfähig. Probleme der Finanzierung und der Versicherung bestehen und nehmen weiter zu. Wir würden Gebäude bauen, die Technik brauchen, die nicht gratis sind. Shift möchte andere Arten von Bilddaten anbieten.
Martin Haas, Vizepräsident der DGNB, zeigte anhand von KI generierten Bilden, Gebäude im futuristischem Stil mit Begrünung. Die Bilder seien spektakulär und weil auch Grünpflanzen integriert sind, wird das Gebäude als nachhaltig wahrgenommen. Es fehle an Dechiffrierungen. Er fragt, was nachhaltige Architektur ist?
Der Mensch sei darauf konditioniert zu machen – zu gestalten, weil er es kann. Sinn und Gefahr (für die Zukunft) werden nicht hinterfragt.
So werden z. B. dystopische Hochhäuser gebaut, wie der Steinway Tower, in New York/USA. – Ein hedonistischer, sinnloser Bau. Das Gebäude würde Schwingungen bei Winden ausgesetzt. Bewohner klagten sogar über Übelkeit und ein Gefühl von Seekrankheit. Trotz Luxus bestände in den oberen Etagen Platzmangel. Es gebe sogar Leerstand. Er kritisiert, dass wir uns auf das 20.Jahrhundert beim Bauen beziehen und nicht in der Lage sind uns auf Heute zu beziehen. Architektur braucht eine Grundhaltung; sie braucht eine zukunftsorientierte Ausrichtung. Die Mehrzweckhalle Ingerkingen oder Rapunzel Besucherzentrum Legau wurde als positives Bsp. genannt.
Im Anschluss habe ich auch in der Ausstellung der DGNB besucht, die im wesentlichen Fragen stellten wie Was wäre, wenn sich Kommunen beim Klimaschutz gegenseitig unterstützen würden? oder Was wäre, wenn Banken und Bauwirtschaft Hand in Hand arbeiten würde? oder Was würde, wenn wir die Kosten immer auch aus langfristiger Perspektive betrachten würden? usw. Ausserdem wurden Bsp. für nachhaltiges Bauen mit Bild und Text vorgestellt.
Fazit: Sehr interessant, auch gerade für meine eigene Arbeit zum Thema Städtebau.
Link: http://www.what if:achangeofperspective/dgnbausstellungbeiaedes/dgnb
Link: http://www.nbau.org/2025/10/13/shift-globale-bewegung-fuer-ein-neues-nachhaltiges-architekturverstaendnis/

Am Abend war ich in der in der Staatsoper, einer Uraufführung der Oper in 12 Akten: Das kalte Herz, von Matthias Pintscher. Ich hatte keine Freude, weder am Bühnenbild, den Requisiten, den Sängern, der Geschichte, der Komposition. So ein eindrucksvoller Märchenstoff von Wilhelm Hauff oder erst die eindrückliche DEFA Verfilmung von 1950 und dann das (Smilie Augen verdrehend).
Ich habe eine Kritik gefunden, die meinen Eindruck bestätigt:
Link: opernmagazin.de/willkommen-in-den-emotionalen-minusgraden-urauffuehrung-von-das-kalte-herz-an-der-staatsoper-berlin/
P.S. Andrea N. war ebenfalls anwesend. Ihr gefiel die Inszenierung und die Opernmusik ebenfalls nicht. P.S. Wir sind nicht immer der selben Meinung.

11.1.2026 Kunstmuseum Wolfsburg
Besuchen die Ausstellung Utopia. Recht auf Hoffnung im Kunstmuseum Wolfsburg. Der Titel macht Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Ich suche nach „der guten Zukunft“ in den präsentierten Werken, finde aber doch abgesehen von den Arbeiten, die sich konkret mit Anwendungsideen befassen lediglich verzerrte Abbildungen unserer Wirklichkeit.
Ein Bsp. für eine Anwendungsidee ist die Arbeit OX2architekten von Ina-Marie Orawiec. Die deutsche Architektin nutzt Rotorblätter von Windrädern als konstruktive Baudelemente für Außenfassaden von Turmbauten, statt sie zu vernichten. Ihr Kunstwerk besteht aus einer bemalten Plane, die einige Meter auf dem Boden sich nach oben an der Wand weiter bis fasst zur Decke erschreckt. Auf ihr ist eine Abbildung eines Turmbaus, dessen Fassade mit Rotorblätter bekleidet sind. Unterhalb der Horizontlinie spiegelt sich das Gebäude in einer Wasserfläche. Rechtsseitig von dem Monumentalbild liegt ein Original großes Rotorblatt mit der Spitze zur Raummitte. Die Aussicht forderte mich auf, das Element zu besteigen, was ich tat.

Die vermutlich zukunftsträchtigere Utopie präsentierte das Team Myzel der Ostfalia, des Institut für Recycling der Ostfalia Hochschule, mit ihrer Arbeit My(co)Future. Sie verwenden Myzele, das Wurzelwerk von Pilzen als Ersatz Bspw. für Holz, Kunststoff, Verpackungen und Dämmstoffe. Ein Mauerstück war aufgebaut. Neben der Mauer lag Myzele zum anfassen. Es ist sehr leicht und zerfällt schnell zwischen den Fingern. Ich kann es mir nicht als Trägermaterial vorstellen, aber sehr wohl als Füllstoff zwischen Balken, die Lasten tragen. Utopie ja, aber ist das Kunst?

Anetta Mona Chişa und Lucia Tkáčová präsentierten mit Try Again, Fall Again, Fail Better (7:57 min), ein Videowerk in Farbe und Ton. Es zeigt eine riesige geballte Faust, wie mehrere Personen gemeinsam die Faus in die Luft steigen lassen. Das Flugobjekt verliert jedoch Luft und dadurch die gerade noch imponierende Luftgestalt an Höhe und an Ausdrucksform. Auch die Ausstrahlung der Personen ändert sich mit dem Zusammenfall, deren Bewegungsradius sich verkleinern.
Warum ich das Video mag: weil es in einer blühenden Landschaft gedreht wurde; weil das Symbol der Faust sofort eigene Assoziationen hervorruft; weil es mich ästhetisch anspricht; weil es zu Gesprächen anregt.
Später auf der Heimfahrt von Wolfsburg nach Berlin sprach ich mit einem Berliner Pärchen, die auch die Ausstellung besuchten. Das Video „Try Again, Fall Again, Fail Better“ habe ihnen auch gefallen. Die Faust verbanden sie mit Protest und Gewalt. Ich verband sie mit: Mut, Solidarität und gemeinschaftlichem Eintreten für eine Sache. Meine Ostsozialisation wirkt bis heut, hi.
10.1.2026 Tankumsee
Spaziergang um den Tankumsee, Landkreis Gifhorn. Der See ist künstlich geschaffen und ein beliebtes Ausflugsziel in der Region. Ich war bei vielen meiner Besuche hier auch an dem See.

Ich habe den Ausflug auch genutzt um zu fotografieren mit einer Leihkamera, Marke Canon. Das hat mir Spaß gemacht, trotz der Schlepperei. Leider habe ich vergessen, die Fotodaten von der Speicherkarte runterzuladen. Die Aufnahmen hier sind mit Handy gemacht.

9.1.2026 Wetter
Noch mehr Schnee, ich bin happy. In Niedersachsen fallen Züge aus die über Hannover gehen. Der Personenverkehr in Gifhorn ist zum erliegen gekommen. Ich erlaube mir dieses Foto in meinen WhatsApp Status zu posten mit der Anmerkung, dass ich in Niedersachsen gefangen bin. U.a. nimmt meine Schwester das für bare Münze und denkt angestrengt nach, wie ich nun zurück nach Berlin komme. Ihr angestrengtes Denken bleibt aber dann nur Theorie.

7.1.2026 Gifhorn
Ein paar Tage raus aus Berlin nach Gifhorn. Gifhorn und ich haben ein schwieriges Verhältnis, weil mich das Stadtbild nicht anspricht. Meine Reise hat private Gründe zur Unterstützung einer Freundin, die Hilfe nach einer Operation benötigt. Ich tat mich schwer mit der Reise in diese Stadt. Ich wurde gezwungen.
Zu meiner Freude liegt hier mehr Schnee wie in Berlin. Kaum angekommen werde ich zu einem Spaziergang in die Gifhorner Heide eingeladen, die sich durch eine besondere Flora und Fauna auszeichnet und dem Naturschutzsystem Natura 2000 angehört. Ein Schlitten oder Langlaufskier wären jetzt noch die Krönung gewesen, aber das ist hier Mangelware wie Schnee und Berge.

6.1.2026 Atelier
Es liegt etwas Schnee. Bin mit der BVG unterwegs. Male, klar, was sonst.
4.1.2026 Ausstellung in der Galerie VBK
Wir 19 Künstler der Pop UP Ausstellung sind von 12 bis 21 Uhr an unserem „Stand“. Im hintersten Raum stehen Getränke und selbstgemachte Speisen für den Gast bereit. Einer der Künstler spendiert russischen Kaviar. Genießer für die Delikatesse finden sich unverzüglich. Ich esse keine Kinder, gebe ich bekannt. Es stört sich Niemand daran. In der letzten Stunde bildet sich ein kleiner Sitzkreis von Kollegen an meinem Stand. Wir reden über Instagram. Zwei der Kollegen nutzen die Plattform nicht. Plötzlich werde ich für sie mit meinen paar´n 100 Follower für eine Spezialistin gehalten.
Fazit: Nette Gespräche, nettes Kollegenklima. Kann ich jederzeit wiederholen.

3.1.202 Ausstellungsaufbau in der Galerie VBK
Autonom gestaltet jeder der 19 beteiligten KünstlerInnen seine Fläche, die per Losverfahren zugewiesen wird. Insgesamt benötige ich 2,5 Stunden für den Aufbau. Brigitte Bardot hilft mir. Danach lade ich sie zum Asiaten ein. Der hat noch Ferien. Wir landen im Florya´s Burger House, Ecke Potsdamer/Lützower Straße. Mit Abstand der mieseste was ich je als Bürger vorgesetzt bekam.

2.1.2026 Atelier, Vorbereitung für Event
Morgen ist die erste Pop Up Ausstellung in der Galerie VBK, wofür ich ein paar Werke zusammen packe, die ich morgen in der Galerie installiere.
Brigitte Bardot hilft mir bei der Auswahl.

1.1.2026 Neujahr
Meine Neujahrsaktivität gilt dem Besuch des Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwartskunst, Berlin. Brigitte Bardot begleitet mich. Verschiedene künstlerische Positionen sind präsentiert. Ich habe keinen Überblick. Wir haben uns hauptsächlich der Haupthalle, die man automatisch betritt nach dem Einlass betritt. Weil mir nicht gefiel, was in der Halle aufgebaut wurde, wendete ich mich unverzüglich nach links und gelangte zu den Rieckhallen. Über einen langen Flur eröffneten sich jeweils links, weitere Ausstellungsräume. In den Räumen des Petrit Halilaj, einem Künstler aus Kosovo kamen wir zum stehen. Im Zentrum seiner Präsentation steht eine Oper Syrigana , die in Zusammenarbeit mit der Kosovo-Philharmonie hier zu hören war.
Die Oper ist eine epische Liebesgeschichte in fünf Akten. Nach ihrer Vertreibung aus dem Paradies kommen Adam und Eva in dem mythischen Dorf namens Syrigana an. Das Dorf ist bevölkert, als Willkommensgeschenk werden die beiden vermählt, heißt es in der Kurzbeschreibung. Hier sind die Menschen erstmals als Fuchs und Huhn dargestellt, die persönlich in einer Fenster großen Aussparung der Hallentrennwand uns von oben betrachtet. Als Besucherin kann ich mich auf eine große Teppichfläche niederlassen und der Opern zu hören. Eine Untertitelspur-Projektion übersetzt den Text in meine Sprache. Ich mag seine Räume, die mich an Bühnenbilder erinnern. Verschiedene, meist Menschengroße Figuren und Objekte aus farbigen Stoffen begegnen uns. Vor den Blumen und dem Baum mit Birne, der an Eva´s Sünde erinnert, wäre es doch ein Apfel, machen wir Fotos.
Fazit: Wunderbar. Ich plane einen weiteren, ausführlicheren Besuch bei dem ich mehr Zeit für dem Musikwerk selbst widmen möchte, lang ausgestreckt auf den Teppichflies viellicht.
Link: https://youtu.be/XsFp48gEFEQ
Zusatz: Das Gebäude wurde 1840 eröffnet. Bereits im Jahr 1884 wurde der Bahnhof für den Personenverkehr geschlossen. In den Folgejahren wurde es als Verwaltungsbau und Wohnhaus bis zum Verkehrs- und Baumuseums umgebaut genutzt. Im Krieg wurde es stark beschädigt. 1987 wurde der Ausstellungsbetrieb wieder aufgenommen mit der Leihgabe des Sammlung Marx. In der Zeit zwischen. Der heutige Zustand des Gebäudes geht auf Umbauten und Erweiterungen von 1996 nach Plänen des Architekten Josef Kleihues.

Was fehlt in meinem Beitrag, sind die guten Vorhaben für das Jahr 2026. Weil es mir gut tut die Berliner Bühnen und Kinos zu besuchen plane ich für 2026:
6-8 Theaterbesuche, 6-8 Ausstellungsbesuche und 12-20 Kinobesuche.
2025 war ich 3x m Berliner Ensemble (2 gute Stücke, 1x lahm), 1x im Gorki Theater (Daumen hoch), 1x im Heimathafen Neukölln und 1x in der Volksbühne, 3x (lahm), 3x Komische Oper (1x Minus Drei und 2x lahm) und 1x Staatsoper für Alle (erfreulich). Außerdem X- im Kino. Mein bester Kinofilm Rosa Luxemburg von Margarethe von Trotta. Die Ausstellungsbesuche lassen sich an einer Hand abzählen.