Blog 15.2.2026

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15.03.2026 Zeughauskino
Die Schmerzen der Lausitz von Peter Rocha (1989/90) ist ein eindrücklicher DEFA-Film von großer Intensität. Die Kamera hält unnachgiebig auf die abgebaggerte Landschaft, die Kippenwälder, in einer Art und Weise, dass ich Gnadenlosigkeit dieser Aufnahmen bis ins Mark hinein spürte. Diese Bilder werden durch einen O-Ton der Umgebung, der Maschinen verstärkt. Außer den bildgewaltigen Aufnahmen, tragen die beteiligten Interviewpersonen zu seiner Intensität bei, die aus ihren Perspektiven das Leben mit der Kohle und seinen Auswirkungen auf die Bevölkerung betrachten. Jurij Koch, Schriftsteller, erzählt von den Jahrhundertelang gewachsenen soziokulturellen Nachbarschaften und Praktiken der Dorfkultur in der Lausitz, die mit dem Landverlust durch den Braunkohleabbau ihre Bräuche und Sitten in  den neu zugewiesenen Wohnungen kaum aufrecht erhalten können. Sprache und Kultur drohe ernsthaft verloren zu gehen. Betrüblich ist, dass die neuen Wohnungen sich in Plattenbauten befanden, die rings herum nicht ein Fleck Grün zeigt. Durch die Austrocknung der Braunkohleabbauflächen ist der Boden so trocken, das alles was man dort pflanzte, mit dem nächsten kleinen Wind weggetragen wird. Der Landschaftsarchitekt Otto Rindt,  wirkt zuerst merkwürdig auf mich, als er davon spricht, hier, mitten auf einem Kippenwald ein Museum mit Findlingen zu errichten. Diese würden zahlreich durch das aufbaggern zutage kommen. Im Laufe des Interviews zeigt sich, dass er dem Kohleabbau kritisch gegenüber steht, da durch das Abbaggern die Erdschichten durcheinander kommen, was das ökologische Gleichgewicht stört. Er spricht sich für die Rekultivierung und Gestaltung der Bergbaufolgelandschaft im Lausitzer Revier aus. Gerhard Gunderman, Baggerführer und Liedermacher, tritt im Film als Arbeiter des Tagebaus auf. Er bringt die Perspektive der Arbeiter ein, die ihre eigene Lebenswelt vernichten im Wissen, dass die Ausbeute unwirtschaftlich und unökologisch ist.
Link zum Trailer: https://youtu.be/RZ6pS1qwAmc

13.02.2026 Fotoausstellung
Statt irgendwo in Berlin Neukölln in einem Café zu treffen P., verlegen wir unsere Verabredung spontan ins Bethanien, um die Ausstellung Was bleibt zu besuchen. Präsentiert werden 18 fotografische Arbeiten, entstanden im Seminar der Ostkreuzschule für Fotografie unter der Leitung von Ina Schoenenburg. Die Fotos befinden sich genau in dem Raum, in dem ich im Dezember 2025 während eines Fotokurses meine Fotos an die Wand zur Ansicht anbrachte.
Von der Aufsicht, Selma Maglić, erfuhr ich, dass Schönenburg das Thema Religion für das Seminar vorgab. Wer eine autobiografische Verbindung dazu hatte, näherte sich dem Thema auf diese Weise; wer keine hatte, griff beispielsweise lokale Orte auf, etwa das House of One in Berlin-Mitte oder das Buddhistische Haus in Berlin-Frohnau. Maglićs fünf Farbfotografien der Serie Überlebenspräsenz zeigen ihre bosnische Heimat, deren Inhalt ohne ihre Erläuterung für mich nicht einfach zu dechiffrieren gewesen wären: Das oberste Foto zeigt ein Denkmal eines Massakers und damit auf den Grund ihrer Flucht aus der Heimat. Ein weiteres Bild zeigt von hinten eine Frau, die auf Häuser zuläuft. Das nächste zwei leerstehende, verwaiste Häuser mit Markierungen an den Mauern, die das Haus samt lebendem wie totem Inhalt als Kriegsbeute ausweisen und den Zweck seiner weiteren Bestimmung angeben. Ein weiteres Foto zeigt drei Frauen – unter ihnen eine Cousine der Künstlerin – auf einem Friedhof. Sie säubern die Grabsteine ihrer Angehörigen, notfalls mit kräftigem Schrubben. Die Frauen ihrer Sippe hätten dies immer im Zusammenhang mit dem Zuckerfest getan. Ein anderes Foto zeigt einen Garten mit einem Tisch und einer Kaffeetasse; Maglić verweist darauf, dass Bosnier sehr viel und gern Kaffee trinken. Alle Frauen auf den Fotos tragen einen Hidschab.
Einen persönlichen Bezug zu dem Unrecht, das den Bosniern während des Jugoslawienkriegs widerfuhr, habe ich auch durch den Film Quo Vadis, Aida? (2020) gewonnen, der die Ereignisse um das Massaker von Srebrenica eindringlich thematisiert.
Fazit: Ausstellungsbesuch hat sich gelohnt.

Selma Maglić

11.02.2026 Friedrich Zawel
Das Puppenspiel: Erbbiologisch und sozial, von und mit Nikolaus Habjan, wird im großen Saal des im Deutschen Theater aufgeführt. Brigitte Bardot und ich sitzen mittig, Parkett, erste Reihe. Ich wollte ganz nah sitzen, um das Puppenspiel genausten sehen zu können. In der Rückschau wäre vermutlich Reihe 6-9 besser gewesen, denn wir hatten „Untersicht“. Habjan hat mit Friedrich Zawrel, einem der Augenzeugen des Kinder-Euthanasieprogramms im Dritten Reich, das Stück gemeinsam anhand seiner Autobiografie erarbeitet. Friedrich Zawrel wurde 1929 geboren. Er landete während der deutschen Besatzung als Kind im Wiener „Spiegelgrund”, der zweitgrößten „Jugendfürsorgeanstalt” des Deutschen Reichs. Im Spiegelgrund wurden etwa 800 Kinder ermordet. Unter Heinrich Gross und Ernst Illing war er dort Medikamentenversuchen und schmerzhaften und demütigenden Methoden ausgeliefert. Er wurde auch als Studienobjekt für Krankenschwesternschülerinnen benutzt. Er überlebte das Dritte Reichs. Weil er weder eine Schul- noch Berufsausbildung hatte, wurde Zawrel mehrmals durch Eigentumsdelikte straffällig. 1975 wurde er in diesem Zusammenhang an den meistbeschäftigten Gerichtsgutachter Österreichs überstellt. Der Gutachter war Zawrels Peiniger Heinrich Gross. Statt bestraft zu werden für seine Verbrechen im Dritten Reich hat seine Kariere richtig an Fahrt aufgenommen. Er hatte allein damit 2.Mill. Schilling verdient. Gross sorgte dafür, dass Zawrel nach der Haftstrafe in eine Anstalt für gefährliche Rückfallstäter dauerhaft überstellt wurde, wo Groß ebenfalls tätig war. Durch die Hilfe eines Journalisten Werner Vogt gelingt es ihm, dies abzuwenden. 1981 wird Zawrel freigelassen. Ab 1998 hat er in unzähligen Schulen und Veranstaltungen als Zeitzeuge berichtet. Friedrich Zawrels Biografie ist wie eine Fahrt in die Hölle – in Dauerschleife, die den Zuschauer glauben macht, nicht recht zu hören, nicht recht zu sehen, da das „Elend“ kein Ende nimmt. Zum Puppenspiel selbst, ein Einmann-Spiel mit wenigen Requisiten. Jeder Szenenwechsel kostet Zeit, Wartezeit. Die Puppe besteht aus einem Silikonkopf an dem der Puppenkörper aus Stoff bis zur Körpermitte angenäht ist. Das Kinn kann bewegt werden, auf und ab. Die Arme liegen meist, da wo sie zuvor abgelegt worden. Zumeist kleine Gesten werden gespielt usw. Für mich ist das Puppenspiel wenig lebendig. Ich vermisste für die Worte die richtigen Bilder. Warum nicht als Hörspiel aufführen, dachte ich, wo ich doch nichts zu sehen bekomme.
Fazit: Keine Empfehlung von mir für die Aufführung. Ich empfehle eine Buchlektüre zu seinem Leben. Davon hat man mehr.

7.02.2026 Nikolaikirche Berlin Mitte
Gemeinsam mit P. besuche ich die Ausstellung: Heute noch, morgen schon, in der Nikolaikirche, Berlin-Mitte. Sie ist den gesellschaftlichen Umbrüchen in Berlin um 1990 große Filmausstellung gewidmet. X-viele, große Bildschirme sind an einem Baugerüst befestigt. Schilder an der Seite weisen die Daten des Films aus. Vor den Bildschirmen stehen Sitzgelegenheiten. Den Ton erhält man per Kopfhörer. Ein Farbsystem leitet den Besucher zu dem richtigen Ton des Films. Es leicht zu bedienen.
Wir schauen einen Teil des Films Unternehmen Paradies, 2002, von Volker Sattel. Der Regisseur beschäftigt sich mit den baulichen Veränderungen der Großstadt Berlin und dem Bestreben bedeutender zu werden. Die Frage ist für wen?
Besonders gefallen hat mir der Film Beigetreten! Dieses Wort „Drüben“, das kriegt man nicht so leicht wieder weg, 1991, von Nele Güntheroth und Thomas Hahn. In Ost- und Westdeutschland  werden am 4. Oktober 1990 Sechstklässler gefragt: Gestern ist die DDR zu Ende gegangen, heute haben wir ein Deutschland. Freut ihr euch darüber? Die Kinder beantworten vor laufender Kamera ihre Hoffnungen und Erwartungen, Ängste und Vorurteile die Frage. Aus manchen spricht der elterliche Mund, wie bei dem Jungen, der sich um Steuererhöhungen durch diese Vereinigung sorgt, da die DDR so arm sei. Die Ostkinder dagegen plagen Sorgen um drohende Arbeitslosigkeit der Eltern und die Sorge darum, dadurch ihre Wohnung zu verlieren. Positiv wurde die Vielfalt an Süßwaren und Spielzeug bewertet. Die Tatsache, das sie nun Reisen könnten, jetzt frei seien, ist vermutlich dem Eltern abgehört.
Eigene Erinnerungen tauchen auf, wie der Besuch einer Berufsschulklasse in Bamberg, 1992. Bei Leberkäs und Coca Cola fragte mich eine aus der Klasse, ob ich Mehl und Zucker aus Bamberg mitnehmen werde nach Hause? Ich habe die Frage erstmal nicht verstanden.
Bei einigen Westkindern wurde ich den Eindruck nicht los, dass die genauso realitätsfremd wie die Berufsschulschülerin aus Bamberg ist. P. und ich kamen durch unsere Ost und Westsozialisation auch ins überlegen, was wir damals wahrnahmen. Für P. in Baden Würtemberg lebend, war die DDR extrem weit weg.
Link zum Film: https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/10/Heute-Morgen_SSB_2025.pdf
Der Film Aber wenn man so leben will wie ich, von Bernd Sahling, DDR ,1988, hat mich ebenfalls berührt. Michael lebt mit seiner alleinstehenden Mutter Brunhilde zusammen.  Er ist als Panker erkennbar. Spielt in einer Band. Weggeworfene Sachen dienen ihnen als Schlaginstrumente. Michael komponiert auch eigene Songs. Da er sich allem verweigert,  nehmen sich die Behörden seiner an. Im Alter von 15 Jahren wird er in einen der berüchtigten „Jugendwerkhöfe“ unterstellt. Mit 18 wird er Vater. Er sieht keine Perspektive für sich als Panker, weswegen er obwohl seine Freundin mit dem Baby in der DDR bleibt, in den Westen.
Ich kann es dem Michael nicht verübeln, dass er raus will. Pankers hatten im Osten nix zu lachen. Sie wurden kriminalisiert. Ich habe 1994 die Willkür des Staates gegenüber einer Gruppe Panker selbst beigewohnt. Es war unterirdisch, es war übel.
Link zum Film: https://www.stadtmuseum.de/wp-content/uploads/2025/09/Katalog_Heute-Morgen.pdf
Fazit: Wir haben nicht alle Filme gesehen. Ich werde noch mal hingehen.

4.02.2026 Museumsbesuch
Erneut besuche ich den Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwartskunst, Berlin (siehe auch 1.01.2026), diesmal mit P. Einige Ausstellungen sind im Umbau, so können wir nur die Rieckhallen besuchen, wo ich sowieso hin möchte. In Petrit Halilaj`s Schauräume An Opera Out of Time, in dessen Zentrum seine Oper Syrigana steht, halten wir uns einige Zeit auf. Abermals liege ich auf den großen Teppichflies und höre der Opernmusik zu, die über Lautsprecher den Raum ausfüllt. P. gefällt die Anwesenheit der nach Fabelwesen aussehenden Objekte des Künstlers, die sich in allen seinen Räumen ausbreiten. Aber wie schon wie bei unserem Besuch der Aedes Galerie (siehe Blog 27.01.2026) sind wir durch Plaudereien über dies und das abgelenkt. Das reist auch nicht ab, als wir uns die 10 großformatigen Videoarbeiten Museum in Bewegung – Eine Sammlung für das 21. Jahrhundert ansehen. Visuell nehme ich wahr, das die Protagonisten auf den einzelnen Videos tanzen. Einige Ansätze erinnern mich an Bewegungsformen der Tanzcompanien von Sacha Walz oder Pina Bausch.  Die Bewegung begleitende Musik strengt mich an. Ich mag nix mit Bässen, die auf meinen Körper zugreifen. Plaudernd liegen wir auf den Boden bis die Aufsicht zum Ausgang bittet.

Auf der Heimfahrt liebäugle ich damit, die Ausstellung von Petrit das nächste Mal allein zu besuchen. Zu gern möchte ich mehr von der Oper hören. 

3.02.2026 Atelier
Eine Entscheidung, in welchem Farbton ich den Hintergrund anlege, ist noch nicht getroffen. Im Moment ist alles wie ein Brei. – Besonders in meinem Malerkopf.

1.02.2026 Deutsches Theater
Im Deutschen Theater kommt zur Aufführung: Die Insel der Perversen, von Rosa von Praunheim, in der Regie von Heiner Bomhard. In meiner Begleitung ist Brigitte Bardot. Praunheim schrieb das Stück in seinem letzten Lebensjahr. In ihm treten Alice Weidel und Sarah Wagenknecht als Koalitionspartner der neuen Regierung auf.  Die Zeitenwende ist damit nicht mehr nur für Olaf Scholz, auch für Friedrich Merz und die danach kommen mögen, eingeläutet.
In dem Stück äußert sich die Wende durch das Sprachrohr der Kunst, welches nur noch deutsche Komödien auf seinen „deutschen Bühnen“ zeigt. Man ahnt es, das Volk wird wissentlich verdummt. Parallelen zum Dritten Reich sind faktisch gegeben. Die kritischen Kunstschaffenden werden nicht getötet. Man verbannt sie auf die Insel der Perversen. Da es sich um ein Singspiel handelt, wird viel gesungen.
Neben Weidel und Wagenknecht treten auch Wladimir Wladimirowitsch Putin, Adolf Hitler, Johann Wolfgang Goethe, Donald Trump und Thomas Gottschalk auf. Die Persiflage von Putin mit freiem Oberkörper, Fischleiche in der erhobenen Hand auf einem Bären reitend, war besonders amüsant.
Fazit: Kurzlebiger, unterhaltsamer Abend. Die Gesangsleistungen zumeist wenig herausragend. Da würde ich nachbessern. 1-2 starke Stimmen täten der Aufführung gut.

31.01.2026 Dokumentarische Filmreihe: Pawel Schnabel – Rhina
Der Dokumentarfilm thematisiert das Fortleben des deutschen Antisemitismus in der osthesssichen Provinz Rhina. Die Filmemacher Pavel Schnabel und Harald Lüders drehten den Film 1980. Während der Dreharbeiten stießen sie auf die verdrängte antisemitischen Vergangenheit der Rhinaer Dorfgemeinde.
Um 1900 bestand die Bevölkerung des Ortes zu 50,7% aus Juden. Es gab zahlreiche Handelsleute und einige Handwerker. Mehrere Läden, Geschäfte, Gasthäuser am Ort waren ebenfalls in jüdischem Besitz. Viele jüdische Familien hatten im Nebenerwerb eine kleine Landwirtschaft. Juden und Christen lebten weitgehend friedlich miteinander  – bis die Weltwirtschaftskrise und schließlich die Machtergreifung der Nationalsozialisten diesem Zusammenleben ein Ende setzten.
Schnabel begegnet auskunftsfreudigen Zeitzeugen. Jeder wolle im Film mitwirken, erzählt er dem Publikum. „Das Fernsehen kommt, das Fernsehen kommt.“  – eine Sensation für das Dorf.
„Bis etwa 1923 ist Rhina der einzige Ort in Preußen mit überwiegend jüdischer Bevölkerung gewesen…“ Eine junge Frau liest den Aufsatz der Schülerin Hilda Metzger vor, den diese in der 8. Klasse, 1928 verfasste. Doch ihre Worte drängen zunehmend in den Hintergrundmusik  – überlagert von Musik und eindringlichen Kamerabildern. Ein zerstörter jüdischer Friedhof, Bilder, die keiner Worte bedürfen.
Nein, die Zeitzeugen haben nichts gesehen und schon gar nicht waren sie an den Diffamierungen, den Verbrechen gegen die jüdische Bevölkerung beteiligt. Nein, ihr Haus habe am Ortsrand gelegen. Als die Schule und die Synagoge am 10. November 1938 in Flammen standen, habe man zwar das Feuer zwar aus der Ferne gesehen, aber anderes auch nicht. Sie sei mit den Kindern im Haus geblieben.  Niemand von ihnen sei durch das Dorf mit Fackeln gezogen.
Wie die Zeitzeugen es aussprechen, wissen die Nachgeborenen, die ihnen zu hören, dass sie lügen. Aber noch kommt man nicht gegen sie an. Noch gibt es keine Erinnerungskultur. Das Christen bereits 1931 nicht mehr bei den Juden arbeiteten, erfahre ich aus den Interviews, die die Filmemacher mit den nach New York emigrierten Juden führten. Sie erinnerten sich an die Vorgänge und die Atmosphäre im Dorf.
Sie nannten Namen von Tätern. Sie erzählten von dem Zusammentrieb aller Juden im Dorf, von der Trennung von Männern von Frauen und Kindern. Sie erzählten von der Hetze und von der systematischen Angst, den die Deutschen verbreiteten. Schließlich von der Vertreibung aller Juden. Am 1. März 1939 gab der Bürgermeister öffentlich bekannt, das Rhina judenfrei ist.  Viele Rhinaer Juden gingen nach Frankfurt am Main, wo eine größere jüdische Gemeinde lebte. Nur wenige aus Rhina überlebten. Das die meisten wurden in Ausschwitz ermordet. Die Regisseure konfrontieren die deutschen Zeitzeugen mit denen in New York aufgezeichneten Aufnahmen.
Doch die Rhinaer sind unbeugsam, wie aus „deutschem Kruppstahl“. Empathie und Einsicht fehlen. Läuterung der Seelen in diesem Film sind fehl am Platz. Stattdessen reagieren die Dorfbewohner mit Wut und Ablehnung auf die Vorwürfe der jüdischen Überlebenden. Eine Frau äußert sich empörend über die angeblich erhobenen Ansprüche auf Haus und Boden – auf „deutschem Boden“ durch Juden und bezeichnet eine Forderung von 20.000 DM als Unverschämtheit.
Unrecht bleibt Unrecht. Versöhnung ohne Anerkennung der Schuld und ohne ehrliche Reflexion eigenem Handelns kann weder hier noch anderswo gelingen. Diese Erkenntnis kam mir, nach dem die Lehrersgattin sich auf die Vorführung der in New York lebenden jüdischen Rhinaer bezog, unterr denen sie eine Wiedererkannte. Sie war damals noch ein Mädchen gewesen.  Sie war in Ordnung gewesen. Kurzum, sie mochte sie. „Herr Schnabel“, bat sie ihn, „richten sie ihr meine besten Grüße aus. Wenn sie einmal nach Rhina komme, mein Haus stehe ihr allezeit offen. Vergessen sie nicht, Herr Schnabel, ihr das auszurichten, wenn sie wieder mit ihr sprechen.“
Cut, es ertönt Beethoven „Freude schöner Götterfreuden“. Ich hätte diesen Schluss nicht gesetzt. Die Frau hat alles ausgedrückt, was die deutsche Erinnerungskultur an Versäumnissen getätigt haben. Mit ihr hätte ich den Film geendet.
Fazit: Ein beschämendes Zeugnis deutscher Unkultur, kollektivem Unvermögens, politischem Willens und Humanität. Unbedingt sehenswert.
Link: https://www.alemannia-judaica.de/rhina_synagoge.htm
Link: https://de.indymedia.org/node/473420

30.01.2026 Dokumentarische Filmreihe: Pawel Schnabel
Das Zeughauskino beginnt die Dokumentarische Filmreihe: Pawel Schnabel, mit dem Film Brüder und Schwestern, von 1991. Schnabel reiste dafür 1988 im Auftrag des Südwestfunks aus Frankfurt am Main nach Weimar, um für die Sendereihe Menschen und Straßen eine Reportage über die 1987 geschlossene Städtepartnerschaft von Trier und Weimar zu drehen. Von den DDR-Behörden erhielt er eine Liste von Personen, die er filmen konnte. Schnabel, der eigentlich selbst sonst als Kameramann tätig ist, hat diesmal die Interviews geführt. Er porträtierte Mitglieder des ACC Weimar, den Schriftsteller Wolfgang Held, den Schuldirektor Michael Kallenbach, das Konditoren-Ehepaar Mengs, die Abiturientin Julia Müller sowie etliche andere, erstmals 1988.
Zur Wendezeit besuchte Schnabel abermals Weimar und zuletzt 1991. Der Film lebt von den porträtierten Personen und den auf sie gewirkten gesellschaftspolitischen Veränderungen.
Erstaunlich oder auch nicht ist, das dem Filmteam gelang, Personen zu begleiten, die Stereotyp für die Zeit und das Land stehen. So z.B. der Weg des Michael Kallenbach, der als Direktor in seiner Schule viel Wert auf Ordnung und Sauberkeit legte. In der Wendezeit sitzt er solange im Direktorenstuhl, bis alle Personen im höheren Dienst entlassen wurden. Er hätte sich neu bewerben können, worauf er aber verzichtete. Kallenbach wird Versicherungsvertreter. Die Anzüge für sein neues Gewerk hat er schon im Schrank hängen. Kallenbach fährt über Land, zu seinen Klienten. Er schätzt es so ein, dass „jetzt richtig gearbeitet werden muss“.  Er ist assimiliert, schon in diesem frühen Stadium. Mir fiel in dem Zusammenhang mit Kallenbachs Versicherungstätigkeit ein, das diverse Versicherungs-, (amerikanisches) Waschpulver-, Teppich- und Zeitungshaustürvertreter Anfang der 90iger unterwegs waren und ich mich hütete beim Klingelläuten einfach die Tür zu öffnen. Ich bekam erst davon nichts mehr mit, als ich 1993 Erfurt verließ und nach Berlin-Charlottenburg zog. Beim Publikumsgespräch erzählte Schnabel das Kallenbach sich zu einem Lebemann gemausert hatte. Champagner schlürfte, schrille Klamotten trug und ständig auf Reisen war. Für ein neuerliches Interview war er nicht bereit.
Das Konditoren-Ehepaar Mengs hatte ein gut gehendes Geschäft mit Kaffeebetrieb in Weimar. Von der Öffnung der Grenzen versprachen sie sich Innovationen für ihren Betrieb. Am 18.März 1990 feierten sie den Wahlsieg der CDU mit einer Flasche Sekt. Mit dem Sieg verbanden sie einen spürbaren wirtschaftlichen Aufschwung für ihren Betrieb und der Region. Nicht allein, das die Einnahmen rapide zurück gingen, zusätzlich drohte der Verlusts ihrer Geschäftsräume. Ein neuer Eigentümer aus dem Westen hatte andere Pläne für diese Immobilie. Mit einer stummen Naivität redeten sie sich ein, dass ihre Arbeit wertvoll ist und dass das von dem Eigentümer gewürdigt würde.  Aber der würdigte nicht. Davon erzählte Schnabel im Publikumsgespräch später. Die Eheleute hatten ihr Geschäft verloren. Frau Mengs selbst ist bei einem Bäcker in Anstellung gegangen und Herr Mengs hatte als Lieferantenfahrer seinen Unterhalt verdient. Dann kam Krankheit und Tod.
Und ja, da war noch mehr, aber…
Fazit: Ich habe mir vom Film eine DVD gekauft, die der Regisseur nicht zufällig dabei hatte.
Der Film Brüder und Schwestern veranschaulicht auf unaufdringliche Weise, womit die DDR Bürger in der Umbruchzeit zu tun hatten. Einiges habe ich vergessen oder rauch verdrängt. Es stieß so manches mal bitter auf.
P.S. Ich selbst entschied mich in Anfang 90 einen neuen Beruf zu erlernen und den Führerschein zu machen. Das war eine rein taktische Entscheidung. Ich wollte im Kapitalismus nicht untergehen.

29.02.2026 Lady Macbeth von Mzensk
Die günstige Gelegenheit nutzend, besuche ich die Generalprobe der Komischen Oper. Zur Aufführung kommt: Lady Macbeth von Mzensk, von Dmitri Schostakowitsch, in einer Inszenierung von Berrie Kosky.
Der Opernstoff ist düster und schwer. Drei zu Tode gekommene Menschen durch Fremdverschulden. Es ist noch durch den Staatsanwalt zu klären, ob es sich in allen vier Fällen um Mordmerkmale oder Totschlag handelt. Zum Finale gibt es noch den Selbstmord der Antiheldin Katharina, das will ich nicht unterschlagen. Sie ist Kaufmannsgattin und langweilt sich zu Tode. Vermutlich wenig gebildet. Eben nur eine Frau. Man könnte sie bedauern, wenn sie nicht so stink faul und Ich-Bezogen daher käme.
Über sie noch zu sagen ist, dass das Lüsterne von Natur bei ihr großzügig angelegt ist. So geht sie schnell auf den neuen Knecht, Draufgänger Sergej drauf und er auf sie.
Es ist eine Beziehungsabhängigkeit, die zwischen ihnen besteht. Sie füllt die Leere ihrer Ehe mit seinem Samen aus und er erhält eine Arbeit zugeteilt, die bei weiteren sauberer ist, für die er eigentlich eingestellt ist. – Beide werden nur unterbrochen, wenn der Mann und ihr Stiefvater im Haus sind. Es ist nicht zu vermeiden, dass sie erwischt werden. Es ist unausweichlich, es geht dem Stiefvater, eine beeindruckender Bass, an den Kragen. Nützlich auch damals schon Giftpilze, die man, er isst. Bevor der Stiefvater verreckt, hat er dem Ehemann einen Brief zukommen lassen. Er müsse dringlichst zurück kehren. Seine Frau sei ein Hurenstück ohne Gleichen. Züchtige sie! Er kommt und erwischt sie live beim Ehebruch. Es kommt zum Kampf, zwei gegen einen. Der fleißige, wenn auch sexuell schwach ausgebildete Ehemann kommt zu Tode. In Erwartung eines großen Erbes, wird Katharina enttäuscht. Der Stiefvater hat den Großneffen Fëdor mit-bedacht, was Katharina nicht akzeptieren will. Auch dieser wird beseitigt. Zum Verdruss des Mörderpaares allerdings unter Beobachtung, was dazu führt, dass sie der Polizei überstellt werden. Beide kommen in Haft. Finden sich wieder in einen Gefangenentross auf Fußmarsch nach Sibirien. Katharina sehr wohl ihrer Stellung enthoben, rettet sich mit dem Gedanken, das ihr Geliebter Sergej bei ihr ist.  Dem aber ist Katharina nun zu alt. Ihre gesellschaftlichen Stellung enthoben, hat sie überdies nichts mehr für ihn zu bieten. Er findet schnell Ersatz, etwas jüngeres wirft sich ihm zwischen die Beine. Als Katharina das spitz kriegt, tötet sie das Mädchen mit ihrem Strumpf. Anschließend bringt sie sich selbst um. Eine einzige Mördergruppe. Das psychologische Profil des Komponisten wäre gewiss auch unterhaltend.
Zur Aufführung: Koskys Inszenierung holte mich nicht ab. Bühnenbild langweilig. Darstellungen wie z.B. der Beischlafszene der Katharina mit Sergej, bei der beide untern Bett liegen, das hoch und runter geht. Heute stehen Boxspringbetten in vielen Schlafstuben (nicht bei mir), die sind sau schwer. Oder auch die Vergewaltigungsszene unter den Arbeitern, ebenfalls unbeholfen. Da wusste man nicht, wie man das spielen soll, war mein Eindruck. Etwas spielen verlangt immer auch eine Portion Ästhetik. Wenn die nicht erkennbar ist, funktioniert das Bild nicht.
Die Opernmusik:  Sie war ebenfalls nicht mein Fall. Mir taten am nächsten Tag noch von den lauten Tönen die Ohren weh. Manchen Moment fühlte ich mich an die Schwere einer Wagneroper erinnert.
Fazit: Wer´s mag. Ich mochte es nicht.

28.01.2026 Atelier
Heute kein Beweisfoto von meinem „Unvermögen“. Ich zanke mit dem Bild mit Frau auf Straßenpflaster. Alles ist grau in grau. Klamotte vorne grau, Straßenpflaster hinten grau. Wo sind die Kontraste, die Ordnung schaffen?
Ich erwäge von vorne anzufangen. Noch halte ich mich aber zurück, das Leinen zu zerschneiden. Ja, es kommt vor –,  selten jedoch in im Anfangsstadium der Produktion. Was sagt das über mich, die Malerin aus? Die Frage ist gänzlich nur rhetorisch gemeint. 

27.01.2026 Aedes Galerie.
Zum zweiten Mal besuche ich die Ausstellung: What If: A Change of Perspektive, der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB), in die Aedes Galerie, Berlin. Diesmal in Begleitung mit P., die sich wie ich für Architektur und besonders für Architektur des Brutalismus interessiert. Aber das war heute nicht das Thema.
Wie bereits am 14.01.2026 vorgestellt, beschäftigt sich die Ausstellung mit nachhaltigem Bauen. Die Ästhetik dieser Architektur ist weit weniger spektakulär wie man sich das vielleicht vorstellt. Das Spektakuläre findet sich in den verwendeten Materialien, den Energiewerten des Gebäudes u.a. wieder. Es gibt verschieden Parameter für das nachhaltige Bauen, ein Grundstock bildet das verwendete Baumaterial. Berlin ist auf Sand gebaut, sagt man. Ein natürliches Baumaterial in Brandenburg ist Stroh. Es wird dort auch aktiv für nachhaltige Bauprojekte genutzt. Aufgrund der landwirtschaftlichen Prägung Brandenburgs ist Stroh als regionaler, nachwachsender Rohstoff in großen Mengen verfügbar. Es kann als Dämmstoff genutzt werden. In Verbindung mit Lehm und Holz als Stützbalken bildet das ein nachhaltiges Baumaterial. Türme am Alexanderplatz oder am Ku´damm kriegt man damit nicht hin, wegen der Statik. Das find ich gut. Setzen wir es um?
P.S. P. und ich waren ehrlicher Weise oft abgelenkt mit nicht auf die Ausstellung bezogene Gespräche. Grins.

26.01.2026 Zeughauskino
Das Zeughauskino Berlin führt den Propagandafilm Ewiger Wald, in der Regie von Hans Springer und Rolf von Sonjevski-Jamrowski auf. Der Film wurde am 6. Juni 1936 am Tag des Volkstums auf der vierten und letzten Reichstagung Nationalsozialistische Gesellschaft für deutsche Kultur (NGDK) uraufgeführt und bereits 1937 abgesetzt. Ich vermute, schlichtweg wegen großer Langeweile.
Die Handlung reicht von der Bronzezeit bis zur Niederlage im Ersten Weltkrieg und dem Wiederaufstieg unter dem Hakenkreuz. Dramatisch, emotional inszenierte Bilder und suggestive Musik eröffnen den Film mit langen Fahrten durch weite Laubwälder. Die Müdigkeit, die mich zunehmend überfiel, stand gewiss auch mit dem Fakt in Zusammenhang, dass es sich um einen schwarz/weiß Film handelte. Das ewige Grau in Grau ist nix für mein Malerherz.
Fazit: Historisch betrachtet ist der Film interessant. Ich habe es allerdings nicht vermeiden können, bissel durch einschlafen vom Film zu verpassen. In jedem Fall hätte es gut getan, ihn in wesentlich kürzerer Version herzustellen. Ich sag mal aus dem Bauch heraus, statt 88 min nur 20-25 min.
Bei Youtube kann man sich einen Eindruck machen vom Filmwerk unter dem Link: https://youtu.be/1MJk3HUTtCU

Rolltreppe vom Untergeschoss, Deutsche Historische Museum, Standort des Zeughauskinos

25.01.2026 Das kleine und das große Glück
Zur Abwechslung einmal einen Spielfilm angesehen, statt Dokumentationsfilm, was für mich immer auch mit Vermittlung von Wissen in Zusammenhang steht.
Der s/w-DDR Film Das kleine und das große Glück, in der Regie von Martin Heilberg, bildete mich aber auch. Nicht vordringlich. Vordringlich wurde ich unterhalten. Ausstrahlungsort war mein geliebtes Berliner Zeughauskino.
Zum Inhalt: Für den Bau eines Kupferbergwerks im Römertal, muss schnellstmöglich eine Straße vom zukünftigen Bauort, zum Hafen fertiggestellt werden. Neun Monate hat die 1. Brigade für die Fertigstellung, womit die Abhängigkeit von Kupferimporten aus der BRD der Vergangenheit gehören zur Verfügung gestellt bekommen.
Erika Brandt ist Brigadeleiterin der jungen unerfahrenen Menschen. Zusammen mit einer erfahrenen Brigade unter der Leitung von Anton Nowatzki sollen sie das Wunder vollbringen.
Noch kurz zuvor wurde die Jungendbrigade für ihre langsame Arbeit kritisiert, die aber aus Mangel am konkreten Bauauftrag den Bauschutt nur von links nach rechts und wieder zurück schippte, um überhaupt etwas zu tun während ihrer Arbeitszeit.
Der Bauleiter Stockberger, genannt „Rübezahl“ lässt das nicht gelten. Gearbeitet werden muss, auch wenn man nicht weiß, was gearbeitet werden soll.
Die Lage ändert sich mit dem Eintreffen des Parteiauftrags, die Zufahrtsstraße zum Hafen zu bauen. Der kürzlich erst als Held der Arbeit gefeierte Schachtmeister Karl Schwalk wird den Bau durch seine Erfahrungen unterstützen.
Bei der Jungbrigade löst Karls Ankunft große Freude aus. Sie führt auch dazu, dass die Jugendlichen die Arbeit als Wettbewerb zwischen der Brigaden mit den älteren und erfahreneren Arbeitern durchführen.
Unter den wachsamen Auge des Parteisekretärs Buchner findet der Straßenbauwettbewerb statt. Die Regeln werden festgelegt. Die Jugendbrigade Erika Brand untersteht Karl, die der alten Hasen „Rübezahl“, dem einzigen Anwesendem mit abgeschlossenem Studium für Straßenbau.
Es kommt wie es kommen muss. Die Jugendlichen sind kräftiger und schneller, liegen vorn. Als dann bei den alten Hasen ein Bauabschnitt im Schlamm versinkt und sie den Schlamm ausschachten müssen, geraten sie gar zu weit im Wettbewerb nach hinten. Aber Karl hilft, schickt von seinen Leuten welche rüber. Was wäre das für ein Wettbewerb, wo der andere schon am Boden liegt, ist sein Statement zu seinem Hilfsangebot.
Allen geht es gut damit. Man kommt voran.
Als nach Tagen der jungen Brigade vor dem gleichen Problem stehen, entscheidet Karl, den betroffenen Streckenabschnitt nur auf 2,5 Meter Tiefe auszukoffern und eine Kieslage als Trennschicht aufzutragen. „Rübezahl“ ist empört, redet von Pfusch. Es kommt zu einer Prüffahrt mit schwerem Gerät. Alles hält. „Rüberzahl“ resigniert, beantragt eine Versetzung nach Rostock.
Die Arbeit geht weiter. Eine kurze Regenzeit kommt. Der „Pfusch“ hält auch diesmal weiter. Im Monat Mai erhält Karl und Erika Brand eine Prämienzahlung für ihr gute Arbeitsleistung.
Wieder vergeht Zeit, es kommt erneut zu Starkregen. Diesmal rutscht der „Pfusch“ ab. Bei der folgenden Arbeitssitzung wird Karl mit Vorwürfen überhäuft und auch Karrer, sein alter Kriegskamerad, vor dem Karl gewarnt wurde, zu dem er jedoch stand, fällt ihm in den Rücken. Karl flieht. Trifft auf Karrer, der in den Westen fliehen will. Da erkennt Karl das wahre Gesicht seines angeblich alten Freundes und geht zurück zur Baustelle und erarbeitet im Stillen Lösungsvorschläge für das Baudilemma.
„Rüberzahl“ wiederum erkennt, dass er die Flinte nicht ins Korn hätte werfen sollen, als er Karls Fehlentscheidung bemerkte. So bleibt er doch auf der Baustelle und übernimmt die gesamte Bauleitung aller Straßenabschnitte.
Friede Freude Eierkuchen, Karl legt seine Verbesserungsvorschläge dem Bautrupp vor. „Rübezahl“ hält sie für geeignet, wenn das benötigte Material dafür zur Verfügung steht. Auch dafür hat Karl ein Lösung. Er fährt zu seiner letzten Arbeitsstätte nach Magdeburg und bringt Material, Technik mit samt Straßenbau-Profiarbeiter. Der Plan für den Abschluss der Straße zum Hafen wird rechtzeitig erfüllt.
Das zwischen Karl und Erika Brand sich eine Liebesgeschichte entspann, ist sich selbst in allen Einzelheiten zu denken.
Fazit: Ich fühlte mich gut unterhalten. Es amüsierte mich, wie der Protagonist mit Fehler, die er nicht einsah, doch sich wand.

24.01.2026 Atelier
Hauptsächlich habe ich den Hintergrund bearbeitet und seine monotonen Farbflächen gebrochen. Ihm eine Chiffre zugeteilt, um den Raum, in dem sich die Figur befindet, lesbar zu machen. Nein das war nicht der Grund. Höhere Wesen haben befohlen: Tue es.

150 x 120 cm

22.01. Spaziergang mit P.
Spaziergang mit P. vom Hermannplatz ausgehend, dann mitten durch die Hasenheide bis zum Columbiadamm. Alle Wege vereist im Park, dennoch der Natur trotzend vorsichtig gegangen. Auf Wunsch von P. auch das halbe Flugfeld des Tempelhofer Flughafen überquert. Hier kein Eis auf den alten Flugfeldbahnen. Nach zwei Stunden hatte die Kälte die Körper unter den Jacken erreicht. Wir gingen zurück, was wir hingegangen waren. Es dauerte, was es dauern musste. Nach dem P. in der U-Bahn verschwunden war, besuchte ich Lidl im Karstadt. Stand im Eingang. Wärmte meine Kleidung, wärmte mich. Vermerkte für mich selbst, dass ich gar nichts mehr über dieses Einkaufshaus weiß, die Umbauten nicht bemerkte: Beim Einzug von Lidl nicht dabei war. Nicht gesehen, nicht mitbekommen hatte, wie die Bankschalter und Automaten der Deutschen Post zurück gebaut wurden, wo ich einst freundlich bedient wurde.
Die Räume, die wir nutzen, ändern sich. Wenn wir nicht anwesend sind, während sie sich ändern, tun wir so, als täten sie uns was schulden. Aber das tun sie nicht. Sie schulden nicht uns und wir nicht ihnen. 

20.01.2026 Atelier
Neues Bild angelegt.

Ausschnitt

18.01.2026 Finissage mit Konzert
Marita Czepa,
Absolventin der Akademie für Malerei, lud mich zur Gruppenschau Painting in Iceland, im Projektraum Kynak ein. Marita hatte einst Ausstellungen in der Werkstatt der Kulturen der Welt kuratiert. Als Künstlerin der sieben köpfigen Künstlergruppe newkölln stellte ich 2003 unter dem Arbeitstitel HeimArt Fotografien unter ihrer Leitung in ihrem Haus aus. So lernten wir uns kennen.
Die Ausstellung Painting in Iceland zeigte Arbeitsergebnisse ihrer gemeinsamen Malreise nach Island der aktuellen Akademieklasse. Einige Künstler hatten wie Marita ihren Abschluss schon in der Tasche hatten, während andere noch am studierten. Bis auf Marita, die kleinformatige Zeichnungen von gefundenen Dingen anlegte, stellten die anderen alle Landschaften dar. 

17.01.2026 Atelier

16.01.2026 Zeughauskino
Das Zeughauskino präsentierte in seiner Reihe: Berlin. Dokument von Peter Voigt Dämmerung – Ostberliner Bohème der 50er Jahre, Deutschland 1993. Der Film erinnert an jene Jahre, in denen einige Ostberliner Lokalen eine kleine, eigensinnige Künstlerszene pflegten. Man trank viel, sprach noch mehr und begriff sich selbst als Vorhut. Es traten die damaligen Protagonisten – Werner Stölzer, Rolf Ludwig, Gerd Zeuchner, Barbara Brecht-Schall, Kurt Mühe, Heinz-Dieter Knaup, Ekkehard Schall, Stefan Lesewski, Karl Eduard von Schnitzler und Hans StetteJahrzehnte später erneut ins Licht der Kamera. Voigt selbst gehörte auch zu ihnen. Ihren Erinnerungen fügte der Regisseur zeitgenössische Ton-, Bild- und Textfragmenten hinzu. Die politischen Umstände der Nachkriegszeit im neu gegründeten Staat waren dabei immer anwesend. 

15.01.2026 Vernissage
War mit Brigitte Bardot im artspring Pop Up Store, im Rathaus Centers Pankow, zur Vernissage. Seit Mai 2024 ist das Format an diesem Standort. Im September 2026 stelle ich selbst dort aus. Die Eröffnung: FRAME & FRIENDS, von Karø Goldt wurde mit einer Lesung und anschließendem Gespräch gestaltet. Ich nutzte meine Anwesenheit, mich mit den anwesenden Veranstaltern bekannt zu machen.

14.1.2026 Macht der Bilder und  Das Kalte Herz
Im Rahmen der Ausstellung What If: A Change of Perspektive, der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB), lud die DGBN in die Aedes Galerie Berlin- Prenzlauer Berg, zum Vortrag Macht der Bilder ein. Die DGBN steht für Netzwerk, Wissen und System. Sie beschäftigt sich mit der Verbreitung von Bildern mit nachhaltiger Bauweise. Die Veranstaltung informierte über aktuelle Entwicklungen der DGNB, bot Gelegenheit zum Vernetzen und einen Blick hinter die Kulissen der genannten Ausstellung.
Die Veranstalter wiesen auch auf ihre neue Initiative shift globale architecture movement hin, die sich mit vermeintlich moderner Architektur beschäftigt. Diese müsse einer kritischen Prüfung unterzogen werden, denn Jahrzehnte lang wurde ohne Rücksicht auf lokale klimatische und kulturelle Gegebenheiten, soziale Strukturen, langfristigen Werterhalt oder ökologische Belastbarkeit gebaut. Sie beschäftigen sich z.B. mit der Frage nach den richtigen Bildern? Kritisieren, das zu häufig nachgebaut wird, was in bekannten Metropolen steht, ohne zu fragen, ob  das für ihren Standort klimatisch und kulturell sinnvoll ist.
2/3 der Bürogebäude müssen im Sommer in Deutschland gekühlt werden. Sie sind nicht zukunftsfähig. Probleme der Finanzierung und der Versicherung bestehen und nehmen weiter zu. Wir würden Gebäude bauen, die Technik brauchen, die nicht gratis sind. Shift möchte andere Arten von Bilddaten anbieten.
Martin Haas, Vizepräsident der DGNB, zeigte anhand von KI generierten Bilden, Gebäude im futuristischem Stil mit Begrünung. Die Bilder seien spektakulär und weil auch Grünpflanzen integriert sind, wird das Gebäude als nachhaltig wahrgenommen. Es fehle an Dechiffrierungen. Er fragt, was nachhaltige Architektur ist?
Der Mensch sei darauf konditioniert zu machen – zu gestalten, weil er es kann. Sinn und Gefahr (für die Zukunft) werden nicht hinterfragt.
So werden z. B. dystopische Hochhäuser gebaut, wie der Steinway Tower, in New York/USA. – Ein hedonistischer, sinnloser Bau. Das Gebäude würde Schwingungen bei Winden ausgesetzt. Bewohner klagten sogar über Übelkeit und ein Gefühl von Seekrankheit. Trotz Luxus bestände in den oberen Etagen Platzmangel. Es gebe sogar Leerstand. Er kritisiert, dass wir uns auf das 20.Jahrhundert beim Bauen beziehen und nicht in der Lage sind uns auf Heute zu beziehen. Architektur braucht eine Grundhaltung; sie braucht eine zukunftsorientierte Ausrichtung. Die Mehrzweckhalle Ingerkingen oder Rapunzel Besucherzentrum Legau wurde als positives Bsp. genannt.
Im Anschluss habe ich auch in der Ausstellung der DGNB besucht, die im wesentlichen Fragen stellten wie Was wäre, wenn sich Kommunen beim Klimaschutz gegenseitig unterstützen würden? oder Was wäre, wenn Banken und Bauwirtschaft Hand in Hand arbeiten würde? oder Was würde, wenn wir die Kosten immer auch aus langfristiger Perspektive betrachten würden? usw. Ausserdem wurden Bsp. für nachhaltiges Bauen mit Bild und Text vorgestellt.
Fazit: Sehr interessant, auch gerade für meine eigene Arbeit zum Thema Städtebau.

Link: http://www.what if:achangeofperspective/dgnbausstellungbeiaedes/dgnb
Link: http://www.nbau.org/2025/10/13/shift-globale-bewegung-fuer-ein-neues-nachhaltiges-architekturverstaendnis/

in der Ausstellung der DGNB

Am Abend war ich in der in der Staatsoper, einer Uraufführung der Oper in 12 Akten: Das kalte Herz, von Matthias Pintscher. Ich hatte keine Freude, weder am Bühnenbild, den Requisiten, den Sängern, der Geschichte, der Komposition. So ein eindrucksvoller Märchenstoff von Wilhelm Hauff oder erst die eindrückliche DEFA Verfilmung von 1950 und dann das (Smilie Augen verdrehend).
Ich habe eine Kritik gefunden, die meinen Eindruck bestätigt: 
Link: opernmagazin.de/willkommen-in-den-emotionalen-minusgraden-urauffuehrung-von-das-kalte-herz-an-der-staatsoper-berlin/
P.S. Andrea N. war ebenfalls anwesend. Ihr gefiel die Inszenierung und die Opernmusik ebenfalls nicht. P.S. Wir sind nicht immer der selben Meinung.

11.1.2026 Kunstmuseum Wolfsburg

Besuchen die Ausstellung Utopia. Recht auf Hoffnung im Kunstmuseum Wolfsburg. Der Titel macht Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Ich suche nach „der guten Zukunft“ in den präsentierten Werken, finde aber doch abgesehen von den Arbeiten, die sich konkret mit Anwendungsideen befassen lediglich verzerrte Abbildungen unserer Wirklichkeit.
Ein Bsp. für eine Anwendungsidee ist die Arbeit  OX2architekten von Ina-Marie Orawiec. Die deutsche Architektin nutzt Rotorblätter von Windrädern als konstruktive Baudelemente für Außenfassaden von Turmbauten, statt sie zu vernichten. Ihr Kunstwerk besteht aus einer bemalten Plane, die einige Meter auf dem Boden sich nach oben an der Wand weiter bis fasst zur Decke erschreckt. Auf ihr ist eine Abbildung eines Turmbaus, dessen Fassade mit Rotorblätter bekleidet sind. Unterhalb der Horizontlinie spiegelt sich das Gebäude in einer Wasserfläche. Rechtsseitig von dem Monumentalbild liegt ein Original großes Rotorblatt mit der Spitze zur Raummitte. Die Aussicht forderte mich auf, das Element zu besteigen, was ich tat.

Hier stehe ich auf diesem benannten Rotorblatt und zeige auf den Turmbau auf der Plane.

Die vermutlich zukunftsträchtigere Utopie präsentierte das Team Myzel der Ostfalia, des Institut für Recycling der Ostfalia Hochschule, mit ihrer Arbeit My(co)Future. Sie verwenden Myzele, das Wurzelwerk von Pilzen als Ersatz Bspw. für Holz, Kunststoff, Verpackungen und Dämmstoffe. Ein Mauerstück war aufgebaut. Neben der Mauer lag Myzele zum anfassen. Es ist sehr leicht und zerfällt schnell zwischen den Fingern. Ich kann es mir nicht als Trägermaterial vorstellen, aber sehr wohl als Füllstoff zwischen Balken, die Lasten tragen. Utopie ja, aber ist das Kunst?

Anetta Mona Chişa und Lucia Tkáčová präsentierten mit Try Again, Fall Again, Fail Better (7:57 min), ein Videowerk in Farbe und Ton. Es zeigt eine riesige geballte Faust, wie mehrere Personen gemeinsam die Faus in die Luft steigen lassen. Das Flugobjekt verliert jedoch Luft und dadurch die gerade noch imponierende Luftgestalt an Höhe und an Ausdrucksform. Auch die Ausstrahlung der Personen ändert sich mit dem Zusammenfall, deren Bewegungsradius sich verkleinern.
Warum ich das Video mag: weil es in einer blühenden Landschaft gedreht wurde; weil das Symbol der Faust sofort eigene Assoziationen hervorruft; weil es mich ästhetisch anspricht; weil es zu Gesprächen anregt.
Später auf der Heimfahrt von Wolfsburg nach Berlin sprach ich mit einem Berliner Pärchen, die auch die Ausstellung besuchten. Das Video „Try Again, Fall Again, Fail Better“ habe ihnen auch gefallen. Die Faust verbanden sie mit Protest und Gewalt. Ich verband sie mit: Mut, Solidarität und gemeinschaftlichem Eintreten für eine Sache. Meine Ostsozialisation wirkt bis heut, hi.

10.1.2026 Tankumsee
Spaziergang um den Tankumsee, Landkreis Gifhorn. Der See ist künstlich geschaffen und ein beliebtes Ausflugsziel in der Region. Ich war bei vielen meiner Besuche hier auch an dem See.

Schneelandschaften sind wie Zeichnungen.

Ich habe den Ausflug auch genutzt um zu fotografieren mit einer Leihkamera, Marke Canon. Das hat mir Spaß gemacht, trotz der Schlepperei. Leider habe ich vergessen, die Fotodaten von der Speicherkarte runterzuladen. Die Aufnahmen hier sind mit Handy gemacht.

9.1.2026 Wetter
Noch mehr Schnee, ich bin happy. In Niedersachsen fallen Züge aus die über Hannover gehen. Der Personenverkehr in Gifhorn ist zum erliegen gekommen. Ich erlaube mir dieses Foto in meinen WhatsApp Status zu posten mit der Anmerkung, dass ich in Niedersachsen gefangen bin. U.a. nimmt meine Schwester das für bare Münze und denkt angestrengt nach, wie ich nun zurück nach Berlin komme. Ihr angestrengtes Denken bleibt aber dann nur Theorie.


7.1.2026 Gifhorn

Ein paar Tage raus aus Berlin nach Gifhorn.  Gifhorn und ich haben ein schwieriges Verhältnis, weil mich das Stadtbild nicht anspricht. Meine Reise hat private Gründe zur Unterstützung einer Freundin, die Hilfe nach einer Operation benötigt. Ich tat mich schwer mit der Reise in diese Stadt. Ich wurde gezwungen.
Zu meiner Freude liegt hier mehr Schnee wie in Berlin. Kaum angekommen werde ich zu einem Spaziergang in die Gifhorner Heide eingeladen, die sich durch eine besondere Flora und Fauna auszeichnet und dem Naturschutzsystem Natura 2000 angehört. Ein Schlitten oder Langlaufskier wären jetzt noch die Krönung gewesen, aber das ist hier Mangelware wie Schnee und Berge.

6.1.2026 Atelier
Es liegt etwas Schnee. Bin mit der BVG unterwegs. Male, klar, was sonst.

4.1.2026 Ausstellung in der Galerie VBK
Wir 19 Künstler der Pop UP Ausstellung sind von 12 bis 21 Uhr an unserem „Stand“. Im hintersten Raum stehen Getränke und selbstgemachte Speisen für den Gast bereit. Einer der Künstler spendiert russischen Kaviar. Genießer für die Delikatesse finden sich unverzüglich. Ich esse keine Kinder, gebe ich bekannt. Es stört sich Niemand daran.  In der letzten Stunde bildet sich ein kleiner Sitzkreis von Kollegen an meinem Stand. Wir reden über Instagram. Zwei der Kollegen nutzen die Plattform nicht. Plötzlich werde ich für sie mit meinen paar´n 100 Follower für eine Spezialistin gehalten.
Fazit: Nette Gespräche, nettes Kollegenklima. Kann ich jederzeit wiederholen.

3.1.202 Ausstellungsaufbau in der Galerie VBK
Autonom gestaltet jeder der 19 beteiligten KünstlerInnen seine Fläche, die per Losverfahren zugewiesen wird. Insgesamt benötige ich 2,5 Stunden für den Aufbau. Brigitte Bardot hilft mir. Danach lade ich sie zum Asiaten ein. Der hat noch Ferien. Wir landen im Florya´s Burger HouseEcke Potsdamer/Lützower Straße. Mit Abstand der mieseste was ich je als Bürger vorgesetzt bekam.  


2.1.2026 Atelier, Vorbereitung für Event
Morgen ist die erste Pop Up Ausstellung in der Galerie VBK, wofür ich ein paar Werke zusammen packe, die ich morgen in der Galerie installiere.
Brigitte Bardot hilft mir bei der Auswahl.

1.1.2026 Neujahr
Meine Neujahrsaktivität gilt dem Besuch des Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwartskunst, Berlin. Brigitte Bardot begleitet mich.  Verschiedene künstlerische Positionen sind präsentiert. Ich habe keinen Überblick. Wir haben uns hauptsächlich der Haupthalle, die man automatisch betritt nach dem Einlass betritt. Weil mir nicht gefiel, was in der Halle aufgebaut wurde, wendete ich mich unverzüglich nach links und gelangte zu den Rieckhallen. Über einen langen Flur eröffneten sich jeweils links, weitere Ausstellungsräume. In den Räumen des Petrit Halilaj, einem Künstler aus Kosovo kamen wir zum stehen. Im Zentrum seiner Präsentation steht eine Oper Syrigana , die in Zusammenarbeit mit der Kosovo-Philharmonie hier zu hören war.

Die Oper ist eine epische Liebesgeschichte in fünf Akten.  Nach ihrer Vertreibung aus dem Paradies kommen Adam und Eva in dem mythischen Dorf namens Syrigana an. Das Dorf ist bevölkert, als Willkommensgeschenk werden die beiden vermählt, heißt es in der Kurzbeschreibung. Hier sind die Menschen erstmals als Fuchs und Huhn dargestellt, die persönlich in einer Fenster großen Aussparung der Hallentrennwand uns von oben betrachtet. Als Besucherin kann ich mich auf eine große Teppichfläche niederlassen und der Opern zu hören. Eine Untertitelspur-Projektion übersetzt den Text in meine Sprache. Ich mag seine Räume, die mich an Bühnenbilder erinnern. Verschiedene, meist Menschengroße Figuren und Objekte aus farbigen Stoffen begegnen uns. Vor den Blumen und dem Baum mit Birne, der an Eva´s Sünde erinnert, wäre es doch ein Apfel, machen wir Fotos.
Fazit: Wunderbar. Ich plane einen weiteren, ausführlicheren Besuch bei dem ich mehr Zeit für dem Musikwerk selbst widmen möchte, lang ausgestreckt auf den Teppichflies viellicht.
Link: https://youtu.be/XsFp48gEFEQ

Zusatz: Das Gebäude wurde 1840 eröffnet. Bereits im Jahr 1884 wurde der Bahnhof für den Personenverkehr geschlossen. In den Folgejahren wurde es als Verwaltungsbau und Wohnhaus bis zum Verkehrs- und Baumuseums umgebaut genutzt. Im Krieg wurde  es stark beschädigt. 1987 wurde der Ausstellungsbetrieb wieder aufgenommen mit der Leihgabe des Sammlung Marx. In der Zeit zwischen. Der heutige Zustand des Gebäudes geht auf Umbauten und Erweiterungen von 1996 nach Plänen des Architekten Josef Kleihues.  


Was fehlt in meinem Beitrag, sind die guten Vorhaben für das Jahr 2026. Weil es mir gut tut die Berliner Bühnen und Kinos zu besuchen plane ich für 2026:
6-8 Theaterbesuche, 6-8 Ausstellungsbesuche und 12-20 Kinobesuche.
2025 war ich 3x m Berliner Ensemble (2 gute Stücke, 1x lahm), 1x im Gorki Theater (Daumen hoch), 1x im Heimathafen Neukölln und 1x in der Volksbühne, 3x (lahm), 3x Komische Oper (1x Minus Drei und 2x lahm) und 1x Staatsoper für Alle (erfreulich). Außerdem X- im Kino. Mein bester Kinofilm Rosa Luxemburg von Margarethe von Trotta. Die Ausstellungsbesuche lassen sich an einer Hand abzählen.